Gastkommentare


Autoren stellen ihre Sicht auf die Dinge vor:

Neue Website zeigt genauere Corona-Prognosen für Österreich

17.1.2022

Die vergangenen Tage haben verdeutlicht, dass die Corona-Pandemie nach wie vor ein Thema bleiben wird. Hochschießende Infektionszahlen belasten das Gesundheitssystem und stellen die Politik und Gesellschaft vor eine große Herausforderung. Um effiziente Maßnahmen zu setzen und den Umgang mit dem Infektionsgeschehen zu definieren, wird auf Epidemiologische Modelle gesetzt. Ein Team aus Nachwuchsforscher*innen der TU Wien hat nun eine neue Methode namens "Epidemometer" entwickelt. Mit der kann man die Infektionsanfälligkeit der Bevölkerung infolge einer Virusmutation allein anhand der offiziell verfügbaren Daten einfach und robust voraussagen, heißt es in einer Aussendung.


Omikron-Träume

16.1.2022

"Jetzt die - milde? Omikron-Welle drüberrauschen lassen, so die Österreicher „durchseuchen“. Und danach haben wir endlich das Schlimmste hinter uns. Das ist ein aktuell gezeichnetes Bild. Tatsächlich können wir uns ja nichts mehr wünschen, als mit einer zwar starken, aber nicht sehr folgenschweren letzten Welle nach zwei Jahren dieses unsägliche Theater zu beenden. Und eine ungeliebte Impfpflicht überflüssig zu machen. Sehr realistisch scheint dieser Traum allerdings nicht zu sein. Denn einerseits sollte man die Gefährlichkeit von Omikron nicht unterschätzen - darauf weisen heute sowohl Ex-Gesundheitsminister Rudolf Anschober in seiner „Krone“-Kolumne als auch Professor Florian Thalhammer in seinem aktuellen Zwiegespräch mit Polit-Professor Peter Filzmaier in der Sonntags-„Krone“ hin. Der Infektiologe meint, man müsse damit rechnen, „dass nahezu alle Ungeimpften sich jetzt infizieren werden“. Die Ungeimpften werden wiederum jene sein, „die viel wahrscheinlicher im Krankenhaus landen“. Zweifel bestehen auch am Rezept der „Durchseuchung“. Weil niemand versichern kann, dass eine überstandene Omikron-Infektion vor der nächsten Virus-Variante schützt. So bleibt die Impfung samt Impfpflicht." So Klaus Herrmann, Geschäftsführender Chefredakteur der Kronen Zeitung in seinem Newsletter "Guten Morgen" am 16.1.2022.


Vorsichtiger Optimismus für weitere Corona-Entwicklung

3.1.2022

Der Berliner Virologe Christian Drosten sieht Anlass für vorsichtigen Optimismus bei der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie. Hintergrund seien Daten aus Südafrika, wo sich die besonders ansteckende Virusvariante Omikron zunächst verbreitet hatte: „In gewisser Weise kann uns das beruhigen. Südafrika ist sicher ein Blick in eine Zukunft, in eine endemische Situation, die sich dort gerade einstellt“. Der Übergang von einer pandemischen zu einer endemischen Situation bedeutet, dass das Virus sich zwar weiterhin verbreitet, aber weniger gefährlich ist - vergleichbar etwa den typischen Erkältungsviren, zu denen auch andere Coronaviren zählen.


Was wir bisher über Omikron wissen

23.12.2021

Seit dem Auftreten von Delta hat keine neue Variante des Coronavirus so große Besorgnis ausgelöst wie Omikron. "B.1.1.529" breitet sich in immer mehr Ländern rund um den Globus aus. Warum ist Omikron so gefährlich? Was wissen wir über Krankheitsverläufe und Symptome? ZDFheute mit den Antworten auf die wichtigsten Fragen von Oliver Klein.


EMA gibt grünes Licht für Novavax: Wie wirksam und sicher ist der Totimpfstoff?

23.12.2021

Einige Menschen wollen sich nicht mit einer mRNA-Impfung gegen Covid-19 schützen – und hoffen darauf, dass Impfstoffe mit anderer Technologie zugelassen werden. Einer dieser Impfstoffe kommt vom US-Hersteller Novavax. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) empfiehlt eine Zulassung des Vakzins Nuvaxovid nun für Menschen ab 18 Jahren. Oft wird betont, dass erst dieser ein echter Totimpfstoff sei. Aber stimmt das wirklich? Wo sind die Vor- und Nachteile bei dem Mittel? Ein Überblick zum Impfstoff, der nun der fünfte in der EU ist. Ein Artikel von Saskia Heinze, RND-Redakteurin.


Omikron: Risiko für Ungeimpfte könnte steigen

13.12.2021

"Wir haben es hier mit einem perfekten Nach-Pandemie-Virus zu tun, mit einem perfekten ersten endemischen Virus", sagt Drosten in der neuen Folge des NDR Info-Podcasts Coronavirus-Update. Jedenfalls dort, wo die Mutante entstanden ist, könnte Covid-19 wohl bald zu einer Krankheit werden, die regelmäßig und gehäuft auftritt, aber nicht mehr die Ausmaße einer Epidemie erreicht.


Corona-Medikamente: Was bisher bekannt ist

13.12.2021

Die Pharmabranche forscht intensiv nach Therapien. Experten sehen darin aber keinen Ersatz für eine Impfung. Wahrscheinlich werden in nächster Zukunft zumindest zwei Covid-19-Medikamente in Tablettenform auch in der EU zugelassen und erhältlich werden. „Das kann aber keine Entschuldigung dafür sein, sich nicht impfen zu lassen”, betonte der Wiener Infektiologe Florian Thalhammer (MedUni Wien) beim 1. Österreichischen eImpfkongress.


Viertimpfung ist wohl unausweichlich

13.12.2021

Während viele sich gerade um ihre dritte Impfung kümmern, rückt bei der Pandemiebekämpfung schon der vierte Piks in den Blick. Denn die schnelle Mutation des Coronavirus macht es womöglich noch ansteckender. Das wird vermutlich weitere Auffrischungsimpfungen nötig machen. Nötig werden könnte das auch wegen der neuen Virusvariante Omikron, die womöglich noch ansteckender ist als die derzeit dominierende hochinfektiöse Delta-Variante.


Wie die Digitalisierung den Alltag in der Pflege erleichtert

3.12.201

Spricht man über die Digitalisierung in der Pflege, denkt man oft an Roboter, die zukünftig Pflegepersonal unterstützen. In der Realität geht die Technologie aber nicht über einzelne Prototypen hinaus. Für die Pflegenden gibt es viel entscheidendere, technologische Hilfen.


Die Kriterien der Triage

22.11.2021

Die aktuelle Corona-Lage in Österreich ist eine Katastrophe mit Ansage. Obwohl alle Expertinnen und Experten vor einer vierten Welle gewarnt haben, ließ die Politik den Sommer weitgehend untätig verstreichen. Versprochen wurde „ein Sommer wie damals“ und dass die Pandemie – zumindest für Geimpfte – praktisch vorbei sei. Zugleich wurde die Impfkampagne der Bundesregierung zurückgefahren, obwohl klar zu erkennen war, dass die erforderliche Impfquote von 80 oder mehr Prozent, ohne die es keinen wirksamen Gemeinschaftsschutz gegen das Coronavirus gibt, deutlich verfehlt werden würde. Die vierte Welle der Pandemie bringt Österreichs Spitäler an ihre Grenzen. Was Ärztinnen und Ärzten vor einem Jahr noch erspart blieb, ist nun traurige Wirklichkeit: Sie müssen entscheiden, wer intensivmedizinisch behandelt wird und wer nicht.


Corona-Impfstoffe: Wie lange schützen sie vor Infektionen und schweren Verläufen?

15.11.2022

Zweimal geimpft und für immer geschützt – so leicht macht es uns das Coronavirus leider nicht. Die Impfstoffe, die gegen den Krankheits­erreger zur Verfügung stehen, schützen zwar allesamt sehr gut vor Infektionen, schwerer Erkrankung und Tod, wie Daten des Robert Koch-Instituts zeigen. Allerdings legen inzwischen mehrere internationale Studien nahe, dass der Schutz mit der Zeit nachlässt. Die Dauer der Wirksamkeit je nach Impfstofftyp ist unterschiedlich, wie schwedische Forscherinnen und Forscher herausgefunden haben.


Viele Impfskeptiker überzeugt: Sollen wir auf Totimpfstoffe warten?

27.10.2021

Deutschland meldet den schwächsten Impftag seit Beginn der Kampagne - die Zahl der Impfskeptiker nimmt nicht ab. Auch der Nationalspieler Joshua Kimmich hat kein Vertrauen in die gängigen Impfstoffe von Biontech und Moderna. Wie so viele noch Ungeimpfte wartet er lieber auf ein ganz bestimmtes Vakzin.


Kaum Infektionen ohne strikte Maßnahmen: Warum hat Japan das Coronavirus im Griff?

27.10.2021

Ein Rätsel für Expertinnen und Experten: Die Infektionszahlen in Japan sind auf einem Tiefstand und das ohne strenge Corona-Maßnahmen. Zwar setzt das Land vermehrt auf Impfungen, mit etwa 65 Prozent ist die Zahl der Geimpften jedoch ähnlich wie hierzulande. Gesundheitsexpertinnen und -experten fordern nun eine umfassende Analyse, um den sinkenden Infektionszahlen auf den Grund zu gehen.


Biontech: Ärzte bleiben lange immun

4.10.2021

Wie sieht die langfristige Immunität nach einer Corona-Impfung aus? Eine aktuelle Studie untersuchte dies bei medizinischem Personal. Dabei standen die B-Gedächtniszellen im Fokus. Ein Artikel von M.Sc. Sharin Santhiraraja-Abresch.


Sputnik V: Absturz aus dem All?

14.10.2021

Zu Beginn der SARS-CoV-2-Pandemie hofften viele Nationen, auch Deutschland, auf den russischen Impfstoff. Doch es wurde still um Sputnik V. Ein Artikel von Dipl.-Chem. Michael van den Heuvel, Medizinjournalist.


Biontech-Booster bringt's

20.9.2021

In Israel wurde die dritte Dosis des Biontech-Impfstoffs gegen SARS-CoV-2 bereits am 30. Juli für über 60-Jährige zugelassen, die mindestens 5 Monate zuvor ihre Zweitimpfung erhielten. Seitdem ist weltweit eine Impfdebatte ausgebrochen, die auch hierzulande zur Zulassung der Booster für Immunsupprimierte führten. Das New England Journal of Medicine veröffentlichte nun eine israelische Studie, die sich mit dem Impfschutz der BNT162b2-Booster-Impfung befasste. Ein Artikel von M.Sc. Sharin Santhiraraja-Abresch vom DocCheck Team.


McMedizin: Das üble Geschäft mit den Patienten

10.9.2021

Die wirtschaftliche Struktur der niedergelassenen Medizin ändert sich: Immer mehr größere Industriekonzerne versuchen, bestimmte Versorgungsbereiche zu dominieren. Ein typisches Beispiel dafür sind Dialysezentren. Hier verdrängen Konzerne wie die US-Firma DaVita zunehmend private Käufer von Dialyseplätzen, die sie dann als Aktiengesellschaften betreiben. Ein Artikel von Lena Meyer-Woters vom DocCheck Team.


„Politik hat zu viel versprochen“

6.9.2021

Umweltmediziner Hans-Peter Hutter geht nicht davon aus, dass die Schulen pandemiebedingt noch einmal geschlossen werden. Sorge bereitet ihm allerdings die „Spaltung der Gesellschaft“, die Politik habe im Bezug auf das Ende der Pandemie „zu viel versprochen“. Das Interview mit OA Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dipl.-Ing. Dr. med. Hans-Peter Hutter.


Corona-Expertin sagt neuen Lockdown voraus

1.9.2021

Die Innsbrucker Virologin Dorothee von Laer rechnet mit einem weiteren Lockdown, wenn die vierte Welle „nicht bald abflacht“. Ursache dafür ist die zu niedrige Impfrate und der nachlassende Schutz bei den Älteren in Verbindung mit der hochansteckenden Delta-Variante, sagte sie in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „profil“. Im Ö1-Mittagsjournal sagte von Laer, dass man einen neuen Lockdown „momentan nicht ausschließen“ könne. Derzeit würden die Maßnahmen „nicht ausreichen, die Zahlen steigen weiter an“, so die Virologin. „Wir müssen die Welle abflachen.“ Ob es einen Lockdown gebe, hänge davon ab, wie viele Menschen sich noch impfen lassen, so von Laer.