Gastkommentare


Autoren stellen ihre Sicht auf die Dinge vor:

Schwerer CoV-Verlauf durch Zellmutationen

16.5.2022

Bestimmte Zellmutationen beeinflussen die Immunantwort gegen das Coronavirus. Eine Forschungsgruppe der MedUni Wien stellte fest, dass genetische Varianten eines Antikörperrezeptors mit dem Risiko eines schweren COVID-19-Verlaufs einhergehen. Rund 15 Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen.


Klimawandel erhöht Risiko für Pandemien

2.5.2022

Forschende aus den USA haben vor wachsenden Risiken für neue Pandemien durch den Klimawandel gewarnt. Säugetiere, die für den Menschen potenziell gefährliche Viren in sich tragen und die ihren natürlichen Lebensraum in tropischen Regionen haben, seien wegen der globalen Erderwärmung zunehmend gezwungen, sich kühlere Lebensräume zu suchen, heißt es in einer heute im Fachjournal „Nature“ veröffentlichten Studie. Dadurch steige auch das Risiko der Tier-zu-Mensch-Übertragung bei Viren. Der Studie zufolge existieren mindestens 10.000 Viren, die das Potenzial haben, vom Tier auf den Menschen überzuspringen.


e-Rezept: So funktioniert es

4.4.2022

Für die Zeit der Pandemie wurde die Verschreibung von Medikamenten ohne persönlichen Arztkontakt ermöglicht. Das Rezept kann mit der e-card oder der Sozialversicherungsnummer in der Apotheke eingelöst werden. Dabei werden aber viele Prozesse rund um die Verordnung, Einlösung und Abrechnung von Kassenrezepten in e-Medikation nicht berücksichtigt. Mit dem neuen e-Rezept hingegen können diese notwendigen Prozesse digital abgebildet werden. Ein Artikel von Mag. Ursula Weismann, veröffentlicht im Newsletter der NÖ Patienten- und Pflegeanwaltschaft.


Corona, wie geht es weiter?

10.3.2022

Drei Virologen zum weiteren Pandemieverlauf: die Virologen Marco Binder (Deutsches Krebsforschungszentrum in Heidelberg) und Hendrik Streeck (Universität Bonn), sowie der Epidemiologe Timo Ulrichs (Akkon Hochschule für Humanwissenschaften) haben dem RND eine Einschätzung gegeben. Ein Artikel von Saskia Heinze, Laura Beigel und Roman Gerth im RND.


Tot- und Lebendimpfstoffe im Vergleich: Wie wirken sie gegen Covid-19?

3.2.2022

Totimpfstoffe gegen Covid-19 sind in Europa bereits etabliert. Expert*innen sehen den nächsten Meilenstein der Impfstoffforschung nun in der Entwicklung eines Lebendimpfstoffs. Doch was unterscheidet die beiden Impfstofftypen – und wie sicher und wirksam sind sie? Ein Überblick von Laura Beigel, Redakteurin im RND-Magazin.


Studie: Corona-Infektion und Impfung sorgen für „Superimmunität“

1.2.2022

Wer geimpft ist und sich trotzdem mit dem Coronavirus infiziert, entwickelt eine „Superimmunität“. Das ist das Ergebnis einer Studie von US-Forschenden der Oregon Health & Science University, wobei die Reihenfolge von Impfung und Infektion dabei unerheblich sei, so die Wissenschaftler*innen.


Kommt bald der Superimpfstoff gegen alle Varianten?

21.1.2022

Braucht es nach Omikron-Welle und Boosteroffensive weitere Impfungen – und wenn ja, welche und für wen? Geht es um die Impfpflicht, ist diese Frage entscheidend für die aktuelle politische Debatte. Aber auch Forschende fragen sich, was das Virus wohl als Nächstes vorhat und welche Impfstoffe Corona zukünftig am besten in Schach halten. Denn eines ist klar: Das Virus wird bleiben. Ein Artikel von Saskia Heinze, Redakteurin bei RND.


Drosten erklärt, wie die Impfungen Omikron ausbremsen

18.1.2022

Virologe Christian Drosten bezeichnete es als „schwierige Doppelbotschaft“: Aktuell kommt es in Deutschland häufiger zu Impfdurchbrüchen. Das heißt, dass sich auch Geimpfte mit dem Coronavirus anstecken – vor allem mit der Omikron-Variante. In der Öffentlichkeit werde diese Tatsache jedoch teils absichtlich, teils aus Unwissen falsch dargestellt. „So, als wäre es jetzt dadurch komplett sinnlos geworden, sich impfen zu lassen“, sagte Drosten am Freitag in der Bundespressekonferenz und betonte: „Das ist es nicht.“


Neue Website zeigt genauere Corona-Prognosen für Österreich

17.1.2022

Die vergangenen Tage haben verdeutlicht, dass die Corona-Pandemie nach wie vor ein Thema bleiben wird. Hochschießende Infektionszahlen belasten das Gesundheitssystem und stellen die Politik und Gesellschaft vor eine große Herausforderung. Um effiziente Maßnahmen zu setzen und den Umgang mit dem Infektionsgeschehen zu definieren, wird auf Epidemiologische Modelle gesetzt. Ein Team aus Nachwuchsforscher*innen der TU Wien hat nun eine neue Methode namens "Epidemometer" entwickelt. Mit der kann man die Infektionsanfälligkeit der Bevölkerung infolge einer Virusmutation allein anhand der offiziell verfügbaren Daten einfach und robust voraussagen, heißt es in einer Aussendung.


Omikron-Träume

16.1.2022

"Jetzt die - milde? Omikron-Welle drüberrauschen lassen, so die Österreicher „durchseuchen“. Und danach haben wir endlich das Schlimmste hinter uns. Das ist ein aktuell gezeichnetes Bild. Tatsächlich können wir uns ja nichts mehr wünschen, als mit einer zwar starken, aber nicht sehr folgenschweren letzten Welle nach zwei Jahren dieses unsägliche Theater zu beenden. Und eine ungeliebte Impfpflicht überflüssig zu machen. Sehr realistisch scheint dieser Traum allerdings nicht zu sein. Denn einerseits sollte man die Gefährlichkeit von Omikron nicht unterschätzen - darauf weisen heute sowohl Ex-Gesundheitsminister Rudolf Anschober in seiner „Krone“-Kolumne als auch Professor Florian Thalhammer in seinem aktuellen Zwiegespräch mit Polit-Professor Peter Filzmaier in der Sonntags-„Krone“ hin. Der Infektiologe meint, man müsse damit rechnen, „dass nahezu alle Ungeimpften sich jetzt infizieren werden“. Die Ungeimpften werden wiederum jene sein, „die viel wahrscheinlicher im Krankenhaus landen“. Zweifel bestehen auch am Rezept der „Durchseuchung“. Weil niemand versichern kann, dass eine überstandene Omikron-Infektion vor der nächsten Virus-Variante schützt. So bleibt die Impfung samt Impfpflicht." So Klaus Herrmann, Geschäftsführender Chefredakteur der Kronen Zeitung in seinem Newsletter "Guten Morgen" am 16.1.2022.


Vorsichtiger Optimismus für weitere Corona-Entwicklung

3.1.2022

Der Berliner Virologe Christian Drosten sieht Anlass für vorsichtigen Optimismus bei der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie. Hintergrund seien Daten aus Südafrika, wo sich die besonders ansteckende Virusvariante Omikron zunächst verbreitet hatte: „In gewisser Weise kann uns das beruhigen. Südafrika ist sicher ein Blick in eine Zukunft, in eine endemische Situation, die sich dort gerade einstellt“. Der Übergang von einer pandemischen zu einer endemischen Situation bedeutet, dass das Virus sich zwar weiterhin verbreitet, aber weniger gefährlich ist - vergleichbar etwa den typischen Erkältungsviren, zu denen auch andere Coronaviren zählen.


Was wir bisher über Omikron wissen

23.12.2021

Seit dem Auftreten von Delta hat keine neue Variante des Coronavirus so große Besorgnis ausgelöst wie Omikron. "B.1.1.529" breitet sich in immer mehr Ländern rund um den Globus aus. Warum ist Omikron so gefährlich? Was wissen wir über Krankheitsverläufe und Symptome? ZDFheute mit den Antworten auf die wichtigsten Fragen von Oliver Klein.


EMA gibt grünes Licht für Novavax: Wie wirksam und sicher ist der Totimpfstoff?

23.12.2021

Einige Menschen wollen sich nicht mit einer mRNA-Impfung gegen Covid-19 schützen – und hoffen darauf, dass Impfstoffe mit anderer Technologie zugelassen werden. Einer dieser Impfstoffe kommt vom US-Hersteller Novavax. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) empfiehlt eine Zulassung des Vakzins Nuvaxovid nun für Menschen ab 18 Jahren. Oft wird betont, dass erst dieser ein echter Totimpfstoff sei. Aber stimmt das wirklich? Wo sind die Vor- und Nachteile bei dem Mittel? Ein Überblick zum Impfstoff, der nun der fünfte in der EU ist. Ein Artikel von Saskia Heinze, RND-Redakteurin.


Omikron: Risiko für Ungeimpfte könnte steigen

13.12.2021

"Wir haben es hier mit einem perfekten Nach-Pandemie-Virus zu tun, mit einem perfekten ersten endemischen Virus", sagt Drosten in der neuen Folge des NDR Info-Podcasts Coronavirus-Update. Jedenfalls dort, wo die Mutante entstanden ist, könnte Covid-19 wohl bald zu einer Krankheit werden, die regelmäßig und gehäuft auftritt, aber nicht mehr die Ausmaße einer Epidemie erreicht.


Corona-Medikamente: Was bisher bekannt ist

13.12.2021

Die Pharmabranche forscht intensiv nach Therapien. Experten sehen darin aber keinen Ersatz für eine Impfung. Wahrscheinlich werden in nächster Zukunft zumindest zwei Covid-19-Medikamente in Tablettenform auch in der EU zugelassen und erhältlich werden. „Das kann aber keine Entschuldigung dafür sein, sich nicht impfen zu lassen”, betonte der Wiener Infektiologe Florian Thalhammer (MedUni Wien) beim 1. Österreichischen eImpfkongress.


Viertimpfung ist wohl unausweichlich

13.12.2021

Während viele sich gerade um ihre dritte Impfung kümmern, rückt bei der Pandemiebekämpfung schon der vierte Piks in den Blick. Denn die schnelle Mutation des Coronavirus macht es womöglich noch ansteckender. Das wird vermutlich weitere Auffrischungsimpfungen nötig machen. Nötig werden könnte das auch wegen der neuen Virusvariante Omikron, die womöglich noch ansteckender ist als die derzeit dominierende hochinfektiöse Delta-Variante.


Wie die Digitalisierung den Alltag in der Pflege erleichtert

3.12.201

Spricht man über die Digitalisierung in der Pflege, denkt man oft an Roboter, die zukünftig Pflegepersonal unterstützen. In der Realität geht die Technologie aber nicht über einzelne Prototypen hinaus. Für die Pflegenden gibt es viel entscheidendere, technologische Hilfen.


Die Kriterien der Triage

22.11.2021

Die aktuelle Corona-Lage in Österreich ist eine Katastrophe mit Ansage. Obwohl alle Expertinnen und Experten vor einer vierten Welle gewarnt haben, ließ die Politik den Sommer weitgehend untätig verstreichen. Versprochen wurde „ein Sommer wie damals“ und dass die Pandemie – zumindest für Geimpfte – praktisch vorbei sei. Zugleich wurde die Impfkampagne der Bundesregierung zurückgefahren, obwohl klar zu erkennen war, dass die erforderliche Impfquote von 80 oder mehr Prozent, ohne die es keinen wirksamen Gemeinschaftsschutz gegen das Coronavirus gibt, deutlich verfehlt werden würde. Die vierte Welle der Pandemie bringt Österreichs Spitäler an ihre Grenzen. Was Ärztinnen und Ärzten vor einem Jahr noch erspart blieb, ist nun traurige Wirklichkeit: Sie müssen entscheiden, wer intensivmedizinisch behandelt wird und wer nicht.


Corona-Impfstoffe: Wie lange schützen sie vor Infektionen und schweren Verläufen?

15.11.2022

Zweimal geimpft und für immer geschützt – so leicht macht es uns das Coronavirus leider nicht. Die Impfstoffe, die gegen den Krankheits­erreger zur Verfügung stehen, schützen zwar allesamt sehr gut vor Infektionen, schwerer Erkrankung und Tod, wie Daten des Robert Koch-Instituts zeigen. Allerdings legen inzwischen mehrere internationale Studien nahe, dass der Schutz mit der Zeit nachlässt. Die Dauer der Wirksamkeit je nach Impfstofftyp ist unterschiedlich, wie schwedische Forscherinnen und Forscher herausgefunden haben.