Bundeskonferenz der Krankenhausmanager Österreichs


News



100 lahme Impf-Tage

6.4.2021

Das, laut Kronenzeitung, impflahme Österreich hat „Agenda Austria“ jetzt mit den Impf-Weltmeistern Israel, USA und Großbritannien verglichen. Und errechnet, was uns das Schneckentempo - selbst die WHO bezeichnete jüngst das Impftempo in den EU-Ländern als „inakzeptabel“ - bei der Immunisierung gegen Covid-19 kostet: Es sind viele Milliarden!


Hilfe, wir sind am Limit!

3.4.2021

Ganz Europa befindet sich in der dritten Welle, fast in allen Ländern wird es eng mit den Behandlungskapazitäten für Schwerkranke. Auch bei uns in Österreich, denn derzeit sind die Intensivstationen in Ostösterreich bereits dramatisch belastet - großteils deutlich stärker als im Krisenherbst des Vorjahres. Alle sprechen von "Bettenzahlen", von der unfassbaren Belastung der Mitarbeiter*innen auf den Intensivstationen wird nur wenig gesagt. „Wir kommen an unsere psychischen Grenzen“, war eine Aussage aus der Klinik Floridsdorf (vorher Krankenhaus-Nord). Möglich, dass die Zahl der Betten vermehrbar ist, die Anzahl der speziell Ausgebildeten auf den Intensivstationen nicht und wie schon gesagt, sie sind am Limit. Dies macht wieder einmal deutlich, wie hoch der Personalmangel ist. Und es gibt derzeit einige Unbekannte, etwa die Mutationen - die zu Maßnahmen führen können, die wir heute noch nicht abschätzen können. Zu Beginn der Pandemie wurde für das medizinische Personal und die Pflegekräfte als Zeichen der Anerkennung immer wieder applaudiert. Eine nette Geste, die sicherlich auch vielen Kraft gespendet hat, aber eine Geste reicht oft eben nicht. Bereits seit Jahren wird eine Aufwertung der Berufe im Pflegebereich gefordert. Qualifizierten Hochrechnungen zufolge, fehlen bis 2030 rund 100.000 Menschen in den Pflegeberufen!!!


Das große Gurgeln hat begonnen

3.4.2021

Nun haben alle Wiener*innen die Möglichkeit, sich zwei Mal pro Woche via PCR-Gurgeltest auf das Coronavirus testen zu lassen. „Alles gurgelt!” nennt sich das Gemeinschaftsprojekt von Stadt Wien, Wirtschaftskammer, Bipa und Post zur Eindämmung der Pandemie, welches das Covid-19-Testangebot der Bundeshauptstadt um eine weitere Option ergänzt.


Grüner Pass: Ethische und rechtliche Fragen

7.42021

Im April soll in Österreich der „Grüne Pass“ eingeführt werden, europaweit dann Anfang Juni. Das ist ein Ausweis, in dem neben Impfungen auch Covid-Infektionen und Tests vermerkt werden sollen. Als „Zuckerl“ soll der Pass Erleichterungen bringen. Wie ist so ein Impfausweis aus ethischer und vor allem rechtlicher Sicht zu bewerten?


Österreich impft zu langsam

29.3.2021

Um bis zum Sommer eine Durchimpfung zumindest mit der ersten Dosis zu erreichen, müsste die Zahl der täglichen Impfungen verdreifacht werden. Das ist Tatsache, genauso wie der Schlüssel zur Beseitigung der Wirtschaftskrise in der weiteren Entwicklung der Pandemie liegt. Dies erklärte Wifo-Chef Christoph Badelt: „Für die Gesundheitspolitik heißt das ‚testen und impfen‘“, betonte er bei der Präsentation der neuen Konjunkturprognose. Testen und impfen könne „gar nicht so teuer sein, dass es nicht billiger ist als eine Verlängerung der Wirtschaftskrise“, unterstrich Badelt. Doch Österreich hinkt den eigenen Plänen nach ...


OPs werden verschoben

29.3.2021

Nicht nur im derzeit besonders gebeutelten österreichischen Osten, also Wien, Niederösterreich und dem Burgenland, sondern mittlerweile in fast allen Bundesländern müssen nicht dringende Operationen in den Spitälern verschoben werden, um Platz in den Intensivstationen zu schaffen. In Wien liegen derzeit überhaupt so viele Covid-Patienten auf Intensiv wie noch nie in dieser endlos scheinenden Pandemie - und es werden mehr. Wien nähert sich mit Riesenschritten der Inzidenz von 400. Droht nun eine Abriegelung der Bundeshauptstadt? Die Inzidenz lag in Wien zuletzt bei 333 (27.3.2021), österreichweit bei 251. In Vorarlberg hat sich die Sieben-Tage-Inzidenz in einer Woche verdoppelt.


Inzidenz 230 und was nun?

22.3.2021

Österreich driftet auseinander: Beim Corona-Geschehen entwickeln sich die Bundesländer stark unterschiedlich. Während sich in Vorarlberg die Zahlen trotz der zu Wochenbeginn begonnenen Öffnungen von Gastro und Kultur auf niedrigem Niveau stabilisieren und Tirol mittlerweile ebenfalls mit vergleichsweise sehr guten Werten aufwarten kann, verdüstert sich die Lage im Osten täglich. In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland liegen die Inzidenzen um ein Mehrfaches über jenen im Westen, die Situation in den Intensivstationen verschärft sich zusehends. Was diese Entwicklung für die nächsten Wochen, speziell für Ostern, bedeutet, das zeichnete sich zuletzt immer deutlicher ab: Der Westen bleibt locker (Vorarlberg), bzw. wird lockerer (Tirol). In der österreichischen Mitte (Salzburg, Oberösterreich, Kärnten und der Steiermark) dürften die Bestimmungen mehr oder weniger unverändert bleiben, leichte Lockerungen könnten noch diskutiert werden. Im Osten dagegen soll keine Rede mehr sein von Gastgartenöffnungen ab dem kommenden Wochenende. Im Gegenteil: Noch werden Verschärfungen erwogen, möglich wäre eine Verlängerung der Osterferien in den drei östlichen Bundesländern oder regionale Verschärfungen.


Neue Regelungen für PatientInnen des Wiener Gesundheitsverbundes

22.3.2021

Wien prescht vor. Es ist eine Rechnung des Schreckens: aggressivere Mutationen + weicher werdende Lockdowns = volle Intensivstationen. Zwei Wiener Krankenhäuser stehen kurz vor der Überfüllung. Indes werden auch die Regeln in den Tageskliniken der Spitäler verschärft: Ab sofort müssen Patienten vor der Behandlung zum Corona-Test.


AUVA: Vorgelagerte Primärversorgungseinheit im Probebetrieb

18.3.2021

Dass viele Menschen in eine Spitalsambulanz gehen, obwohl sie bei einem niedergelassenen Arzt besser aufgehoben wären, stellt nach wie vor ein großes Problem im Gesundheitssystem dar – sowohl auf der Kosten- und Ressourcenseite als auch für die Patientinnen und Patienten, die mitunter lange Wartezeiten in Kauf nehmen müssen. Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) hat reagiert und testet mit einem Pilotprojekt am Standort Meidling des Traumazentrum Wien eine vorgelagerte Primärversorgungsordination, die Spitalsambulanzen entlasten und die Versorgung der Patientinnen und Patienten treffsicherer machen kann.


Lockerungsverordnung in Kraft

15.3.2021

Der seit Dezember in Österreich geltende Lockdown wird ein weiteres Stück gelockert. Wie von der Regierung bereits angekündigt, darf ab Montag die Gastronomie in Vorarlberg unter bestimmten Auflagen wieder öffnen, auch kleinere Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen sind dort ab dem 15. März erlaubt. Dies wurde vom Hauptausschuss des Nationalrates genehmigt. Eine Lockerung für ganz Österreich ist wohl auf Grund der steigenden Infektionsfälle, die Inzidenzrate liegt schon bei 204 (12.3.), scheint in weite Ferne gerückt zu sein.


4. Impfstoff in EU zugelassen

12.3.2021

Die Wirksamkeit liegt nach Angaben des Herstellers bei etwa 66 Prozent. Gegen schwere Covid-19-Erkrankungen hat das Vakzin eine Wirksamkeit von rund 85 Prozent – auch bei Älteren. Der bereits vor zwei Wochen in den USA zugelassene Impfstoff soll auch gegen CoV-Varianten effektiv sein. Entwickelt wurde er in Belgien von der J&J-Tochter Janssen. Pressemeldungen zufolge soll der Impfstoff allerdings erst Ende April nach Österreich geliefert werden. In Österreich werden derzeit Dosen der Hersteller Biontech und Pfizer, Moderna und AstraZeneaca verimpft.


Grüner Pass ?

12.3.2021

Der „Grüne Pass“ für Geimpfte, Getestete und Genesene sei die Chance, europaweit die Reisefreiheit zurückzuerlangen, so der österreichische Vorstoß. Uneinig sind sich die EU-Länder noch in der Frage, was das Impfzertifikat den Inhabern ermöglichen soll. Urlaubsländer wie Österreich und Griechenland wollen eine klare Verknüpfung mit Vorteilen für CoV-Geimpfte: einfacheres Reisen, Zugang zu Restaurants und Theatern. Deutschland und andere Länder wie Frankreich und eben Belgien bremsen dagegen. Einerseits, weil noch unklar ist, ob man trotz Impfung das Coronavirus weitergeben kann. Andererseits, weil in der EU bisher nur eine kleine Minderheit geimpft ist. Vorteile für die wenigen Geimpften würde daher eine Diskriminierung der anderen bedeuten, so das Argument. Außerdem warnen Kritiker, dass dadurch de facto eine Impfpflicht durch die Hintertür eingeführt würde.


Pleiten, Pech und Pannen

10.3.2021

Das deutsche Wirtschaftsministerium hat Abschlagszahlungen von mehreren CoV-Hilfsprogrammen vorerst gestoppt. „Es besteht in einigen Fällen der Verdacht, dass unrechtmäßig staatliche Hilfsgelder bei den Corona-Hilfen erschlichen wurden“. Auch bei den Masken wurde getrickst. Provisionszahlungen an deutsche Politker einerseits, "Made in Austria"-China-Masken bei uns. +++ Ob die extreme Zunahme der Inzidenzraten in Österreich, derzeit bei 187 (10.3.) gegenüber Deutschland 65 nur als "Pech" für uns bezeichnet werden kann, ist unklar. Eine weitere Panne könnte sich bei der Novelle zum Epidemiegesetz des Gesundheitsministeriums abzeichnen. Treffen gelten dann ab vier Personen als "Veranstaltung" mit Strafen bis zu 30.000 €. In einer Stellungnahme des Verfassungsdienstes im Bundeskanzleramt wird auf die besonders kurze Begutachtungsfrist hingewiesen. Diese habe „im Regelfall sechs Wochen zu betragen“, da diesmal aber nur eine Frist von „lediglich sechs Tagen eingeräumt“ wurde, sei eine „umfassende und abschließende Begutachtung“ des Gesetzesentwurfs nicht möglich. Neben massiver Kritik von Volksanwalt, ÖGB, ÖWK bis zur Opposition wurden rund 27.000 Stellungnahmen abgegeben. Nicht zum ersten Mal könnte dann der Verfassungsgerichtshof das Gesetz kippen. (ap)


„Wer will, wird bis zum Sommer geimpft sein“

9.3.2021

das versprach Bundeskanzler Kurz kürzlich. Die Impfgeschwindigkeit in Österreich führte vermehrt zu Kritik. Nun soll im März in Österreich immerhin eine Million Impfdosen geliefert und verimpft werden, bis Ende April sollten alle Impfwilligen über 65 ihre Immunisierung bekommen. Mit der Ankündigung, dass bis zum Sommer alle geimpft sind, erneuert der Bundeskanzler gleichzeitig auch seine bereits mehr als ein halbes Jahr alte Prophezeiung, dass im Sommer wieder Normalität herrschen werde. Und er meint: Sommer 2021.


AKH unter besten Spitälern der Welt

8.3.2021

Österreichs größtes Spital, das Wiener AKH, hat sich laut einem Ranking des US-Nachrichtenmagazins „Newsweek“ Anerkennung erworben: Das Krankenhaus und seine Kliniken der MedUni Wien landeten auf Rang 27 der Liste von 200 Topspitälern. Insgesamt wurden 2.000 Kliniken in 25 Staaten bewertet. An zweiter Stelle für Österreich liegt die Innsbrucker Universitätsklinik (49). Faktisch die meisten der reichen Industriestaaten (USA, Deutschland, Japan, Südkorea, Frankreich, Italien, Schweiz, Israel etc.) sind die Heimatländer der gelisteten Kliniken.


Darum bekommen 300.000 Menschen keine Gratis-Antigen-Tests

3.3.2021

Eine "kuriose Entscheidung" traf das Gesundheitsministerium kürzlich: Eigentlich sollen ab 1. März alle Menschen, die in Österreich versichert sind, in heimischen Apotheken pro Monat fünf Antigen-Coronatests für zuhause erhalten. Eigentlich. Denn wie "futurezone.at" berichtete, werden in der Praxis etwa 300.000 Personen von diesem Angebot ausgeschlossen. All jene, die sich von der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) bzw. der e-Medikation abgemeldet haben, werden nach derzeitigem Stand keine Gratis-Antigentests zum Mitnehmen erhalten. Der Ausschluss vom Angebot der Corona-Tests für zuhause widerspricht eigentlich der Gleichstellungsbestimmung, laut der niemand, der sich von der ELGA abgemeldet hat, benachteiligt werden darf. "Diese hat man für diesen Anwendungsfall außer Kraft gesetzt", so Bürgerrechtsexperte Thomas Lohninger im "Futurezone"-Interview.


Industrie will Impfstoff selbst besorgen

2.3.2021

Der Unmut in der stark exportorientierten Branche ist über Monate intensiver geworden, zunächst in Bezug auf das Testen und dann das Impfen. Dass die Regierung Schlüsselkräfte der Industrie von Phase zwei in Phase drei verschoben hatte, löste zumindest Unverständnis aus. Manche Unternehmen fürchten um internationale Aufträge und wollen in Eigenregie im Ausland Impfstoff für Mitarbeiter organisieren. Nur wenige in den Chefetagen der oft börsennotierten Firmen sagen das auch öffentlich.


Grünes Licht für Johnson-&-Johnson-Vakzin

1.3.2021

Die USA haben dem Impfstoff von Johnson & Johnson eine Notfallzulassung erteilt. Das Vakzin entfaltet seine volle Wirkung schon nach Verabreichung einer Dosis. Der Impfstoff von J&J bereitet den Körper darauf vor, sich selbst gegen Covid-19 zu wehren. Er nutzt ein sogenanntes Adenovirus als Vektor. Dieses löst normalerweise eine gewöhnliche Erkältung aus, wurde jedoch so verändert, dass es sich nicht vermehren kann. Auch für den europäischen Markt soll bald eine Entscheidung fallen. Von Johnson & Johnson hat die EU-Kommission Impfdosen für 200 Millionen Menschen bestellt. +++ Derzeit laufen die Corona-Impfungen schleppend - besonders Astrazeneca stößt bei vielen auf Skepsis. Gerade erst wurde der Impfplan geändert. Lehrer sind beispielsweise hochgerückt und können nun mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft werden. Die Zweifel am Astrazeneca-Vakzin seien gleichwohl unbegründet, betonte zuletzt auch der Chef des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler.


Einführung des EU-Impfpasses oder "Impfpflicht" durch die Hintertür

1.3.2021

Seit sich die Europäische Union auf die Entwicklung eines Impfpasses geeinigt hat, steigt die Hoffnung in vielen Branchen auf eine Verbesserung ihrer aktuellen Situation. Für die Einführung eines europaweit gültigen „Grünen Pass“ für Geimpfte, Getestete (???) und Genesene um Urlaubsreisen zu ermöglichen, hat sich Österreich stark gemacht. Doch warnen Politiker parteiübergreifend davor, die Erwartungen zu hoch zu schrauben. Auch Datenschützer haben große Bedenken. Wie „Standard“ und „Krone“ berichteten, sollen die Daten aus dem elektronischen Impfpass im Gesundheitsakt ELGA über das Epidemiologische Meldesystem (EMS) des Gesundheitsministeriums ins Bundesrechenzentrum (BRZ), für das wiederum das Wirtschaftsministerium zuständig ist, gespiegelt werden. Dabei sollen die Daten über CoV-Impfungen und überstandene Infektionen aus ELGA täglich ins EMS übermittelt werden, von dort sollen diese Daten und die Daten über erfolgte CoV-Tests gar stündlich ins Bundesrechenzentrum übertragen werden ...