Bundeskonferenz der Krankenhausmanager Österreichs


News



Kein Bundesland mehr rot

27.9.2021

Das Bundesland Salzburg ist wieder aus der roten Zone mit „sehr hohem Risiko“ gerutscht. Nachdem die CoV-Ampelkommission Salzburg vergangene Woche als erstem Bundesland seit Mai wieder ein „sehr hohes Risiko“ attestiert hatte, stufte die Kommission ganz Österreich sowie alle Bundesländer bis auf das Burgenland und Tirol mit hohem Risiko ein. Simulationsforscher Niki Popper meint, dass 800.000 Impfungen noch geschafft werden müssen um „wirklich aus dem Schneider“ zu sein. Popper sprach auch von „einer vorübergehenden Delle“. Das relativ warme Wetter, das funktionierende Testen an Schulen und die weniger gewordenen Reiserückkehrer sowie -rückkehrerinnen seien ausschlaggebend dafür.


Wien prescht vor: „2-G“ für Nachtgastro und größere Events

22.9.2021

Die CoV-Regeln sind schon bisher in Wien strenger als in anderen Bundesländern. Bürgermeister Michael Ludwig stellte neue Maßnahmen ab 1. Oktober vor. Das bedeutet, dass nur geimpfte oder genesene Personen in der Nachtgastronomie und Bars Zutritt haben. Darunter auch eine „2-G-Regel“ für größere Events. Zudem müssen Kunden künftig im gesamten Handel wieder eine FFP2-Maske tragen. Ludwig sprach sich zudem für eine „3-G-Regel“ am Arbeitsplatz aus. In Italien tritt eine solche Regelung demnächst in Kraft. Der Sinn der neuen Maßnahmen sei, die Quote der Geimpften zu erhöhen, so Ludwig bei der Pressekonferenz. Außerdem sollten die Regeln einheitlicher und verständlicher werden. Das bedeutet also nun: Dort, wo bisher „3-G“ gültig war, wird auf „2,5-G“ reduziert. Es sind nur noch PCR-Test-Zertifikate erlaubt.


Ansturm auf FH-Pflegestudium

22.9.2021

Menschen in Pflegeberufen haben seit Beginn der Pandemie einen der wohl anspruchsvollsten Jobs. Die Wertschätzung, die der Beruf eigentlich erfahren sollte, kommt oft nicht an. Trotzdem ist die Nachfrage nach Studienplätzen für Pflegeberufe ungebrochen. „Wir haben in der Ausbildung 2008 schon begonnen mit Academic Nurse. Und wir haben die Anfängerstudienplätze von 50 auf jetzt gut 500 bis 600 gesteigert. Auch die Nachfrage ist laufend gestiegen. Wir haben etwa zweieinhalb Mal so viel Bewerberinnen wie Studienplätze“, erklärt FH-Geschäftsführer Wilhelm Behensky.


Intensivstationen voller, erste OPs aufgeschoben

20.9.2021

Die Entwicklung sieht genauso aus wie bei jeder vorhergehenden Welle der Corona-Pandemie: Zuerst steigen die Infektionszahlen und nach ein paar Wochen auch die Spitalsauslastung. Besonders kritisch wird dabei immer auf die Intensivstationen geschaut, deren Betten ja oft für die Betreuung nach Operationen benötigt werden. Um angesichts steigender Zahlen von Covid-Patienten genügend Kapazitäten garantieren zu können, werden mancherorts bereits geplante OPs aufgeschoben. Davon betroffen sind auch Abteilungen in Wien und den steirischen Spitälern.


Widerstand gegen Zusammenlegung von UKH und Landesspital

20.9.2021

Salzburger Spitalsärzte kritisieren die geplante Übersiedlung des Unfallkrankenhauses (UKH) auf das Gelände der Landeskliniken. „Ortho Trauma Salzburg“ soll das neue UKH in Salzburg-Mülln heißen. Es soll von der AUVA in Kooperation mit den Landeskliniken betrieben werden. Die Mitarbeiter der neuen Uniklinik für Orthopädie und Traumatologie sollen der neuen Einheit für die Dienste zugeteilt werden. Diese Zusammenführung stößt bei den Spitalsärzten und anderen Medizinern auf Kritik. Sie warnen vor einer Monopolisierung der Medizin im Bundesland und vor dem Verlust wichtiger Wahlmöglichkeiten für Patienten. Ärzte im UKH befürchten auch eine berufliche Schlechterstellung. Das Gesundheitsministerium hat den Plänen allerdings schon zugestimmt, das UKH ins Uniklinikum des Landes zu integrieren.


Portugal ist Weltspitze beim Impfen

20.9.2021

Nur in wenigen Ländern war die Impfkampagne so erfolgreich wie in Portugal. Über 80 Prozent aller 10,3 Millionen Bürgerinnen und Bürger sind bereits vollständig geimpft. Gründe für die Erfolgsgeschichte gibt es mehrere: Einerseits haben die Menschen in Portugal die höchsten Vertrauenswerte innerhalb der EU in die Verantwortlichen der Impfkampagne und verstanden, dass die Vorteile des Impfstoffs die Risiken überwiegen. Andererseits läuft die Impfung in Portugal auch organisatorisch rund. Vor allem ist das einem zu verdanken: Henrique de Gouveia e Melo. Der Vizeadmiral der portugiesischen Marine übernahm die Taskforce zur Impfung. Der U-Boot-Kapitän und spätere Kommandant der portugiesischen Flotte navigierte die Impfkampagne höchst erfolgreich – in einigen portugiesischen Medien wurde er bereits als Nationalheld gefeiert. In Österreich liegt die Zahl der vollimmunisierten Menschen bei 59,67 % der Gesamtbevölkerung (17.9.2021).


Corona-Ampel auf ROT

17.9.2021

Die Risikoeinschätzung der Ampelkommission bezieht sowohl das Verbreitungsrisiko (Gefährdung der öffentlichen Gesundheit durch die Verbreitung von Covid-19) als auch das Systemrisiko (Gefahr der Überlastung des Gesundheitsversorgungssystems mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten) mit ein. Bei der für die Farbgebung nun wichtigen Risikozahl ist Salzburg als einziges Land über 100 und daher Rot. Wien ist mit 91,5 auch schon gefährdet. Auf der anderen Seite sind Kärnten und die Steiermark nur knapp über der Grenze zum mittleren Risiko. Seit Mittwoch sind in Österreich neue Coronavirus-Maßnahmen in Kraft – steigende Infektionszahlen und die nun für die weiteren Schritte maßgebliche Belegung der Intensivstationen legen eine baldige Aktivierung der nächsten Schritte des drei Stufen umfassenden Maßnahmenkatalogs der Regierung nahe.


Verordnung ohne Stufenplan: „Dynamische Situation“

15.9.2021

Es ist die x-te Verordnung, die ab heute in unser aller Leben eingreift. Verkündet gerade einmal 24 Stunden vor Inkrafttreten. Wobei die Regeln unklar, oft nicht nachvollziehbar, widersprüchlich, unlogisch und kaum praktikabel sind, liest man im Krone - Guten Morgen <newsletter@letter.krone.at>. Vergangene Woche hatte die Regierung ihren Stufenplan vorgestellt. Abhängig von der Belegung der Intensivstationen soll es zu Verschärfungen oder Lockerungen kommen. Wenn die nächste definierte Belegung der Intensivbetten (300) erreicht ist, würden die nächsten Maßnahmen eintreten. Die Verordnungen dazu seien „noch in Endabstimmung“ so das Ministerium. Nein - so, darüber sind sich viele einig, werden wir nicht aus dieser leidigen Corona-Misere kommen. So unklar die Regeln, so klar die Aussage der Innsbrucker Virologin Dorothee von Laer: Wir bräuchten noch eine Million Geimpfte in Österreich, um die Pandemie zu besiegen. Doch beim derzeitigen Impf-Schneckentempo würden wir dafür gut ein Jahr brauchen"


Pandemie-Ende?

15.9.2021

"Wir brauchen noch eine Million Immunisierte, damit wir einen Gesamtschutz haben und die Pandemie wie in England oder Dänemark für beendet erklären können", so Virologin Van Laer. Dann könne man auch die Kinder "entspannter behandeln". Denn dann sei auch das Risiko, dass sich Erwachsene oder Ältere im Zuge einer in der Schule angefachten Welle infizieren geringer. Epidemiologe Gerald Gartlehner meint, eine Steigerung der Impfrate sei "das absolut notwendigste" am Beginn dieser viertel Welle. 465 Klassen, vorwiegend in Wien, sind in Österreich wegen Corona-Fällen bereits dicht gemacht worden. Rund 8.300 Schüler sind davon betroffen. Erschreckend ist die Inzidenz 288 der 5 bis 14jährigen und 303 (12.9.2021) der Gruppe der 15 bis 24jährigen.


Forscher sehen den Stufenplan kritisch

14.9.2021

Virologin Dorothee von Laer und Komplexitätsforscher Peter Klimek sehen den neuen Stufenplan kritisch. Ihr Tenor: Die Politik reagiert zu spät auf die Infektionszahlen, wie die beiden Experten meinen. Bund und Wien sind sich bei der Bewertung des Dreistufenplans der Bundesregierung im Kampf gegen die CoV-Pandemie nicht einig. Während Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein die „sehr klar definierten“ und „transparenten“ Maßnahmen verteidigte, ist Wiens Bürgermeister Michael Ludwig „überzeugt, dass wir sehr viel konsequenter vorgehen müssen“. Die österreichweite Inzidenzrate liegt bei 159, in Wien bei 225 (11.9.2021). Erschreckend bei den 15 bis 24jährigen, dort beträgt sie 310 (!). Dass die Zahl der vollimmunisierten Menschen erst 59,3 % der Gesamtbevölkerung beträgt, ist im Vergleich zu vielen anderen Ländern sehr schlecht. Entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung der Impfrate sind längst überfällig und werden von vielen gefordert.


Einschränkungen für Ungeimpfte

8.9.2021

Heute sind die neuen CoV-Regeln für den Herbst bekanntgegeben worden. Unter anderem wird ab 15. September die FFP2-Maske wieder den Mund-Nasen-Schutz ersetzen wo es derzeit Maskenpflicht gibt. Für Ungeimpfte wird die FFP2-Maske im gesamten Handel verpflichtend und auch die Antigen-Tests gelten nur mehr 24 Stunden. Generell tritt ein Stufenplan in Kraft, dieser bringt Verschärfungen, die insbesondere Ungeimpfte betreffen. Richtwert für den neuen Stufenplan ist die Belegung der Betten in den Intensivstationen. Kurz führte das „Beispiel Dänemark“ an – das Land öffnet am Freitag komplett. Es zeige sich, dass geöffnet werden könne, wenn ausreichend viele Menschen geimpft seien. „Die Antwort muss die Impfung und nicht der Lockdown sein“, so Kurz und „Wer sich nicht impfen lässt, wird sich anstecken."


Hochsteiermark: Kein „Aus“ für Chirurgie

6.9.2021

Beide Standorte am LKH Hochsteiermark werden gestärkt. Ab Jänner 2022 wird es im Rahmen des Verbundes zu einer Neuausrichtung der allgemeinchirurgischen Versorgung am LKH Hochsteiermark an den Standorten Bruck a. d. Mur und Leoben kommen. Dabei wird die nunmehrige „Abteilung für Allgemeinchirurgie“ am Standort Bruck a. d. Mur in eine „Abteilung für Allgemeinchirurgie und Gefäßchirurgie“ (Allgemeinchirurgie mit besonderer Berücksichtigung der Gefäßchirurgie) umgewandelt.


Pflege-Fachkräftemangel verschärft sich

6.9.2021

Nicht nur Tourismus und Gastronomie kämpfen um Mitarbeiter, auch die Gesundheits- und Pflegebranche plagen Nachwuchssorgen. Am Klinikum Klagenfurt mussten einzelne Stationen wegen Personalmangels teilweise geschlossen werden, ebenso sind zahlreiche Ausbildungsplätze frei. Wenn wir unseren aktuellen Pflege-Standard erhalten wollen, benötigen wir bis 2030 in Österreich zusätzlich 75.000 Pflegekräfte, so Hilfswerk NÖ-Präsidentin Michaela Hinterholzer. Auch die WHO schlägt Alarm: "Pflegekräfte sind das Rückgrat jedes Gesundheitssystems. Heute finden sich viele davon an vorderster Front im Kampf gegen Covid-19", sagt WHO-Generalsekretär Ghebreyesus.


Düstere Aussicht: Kommt neuer Lockdown ?

1.9.2021

Die Innsbrucker Virologin Dorothee von Laer rechnet mit einem weiteren Lockdown, wenn die vierte Welle „nicht bald abflacht“. Ursache dafür ist die zu niedrige Impfrate und der nachlassende Schutz bei den Älteren in Verbindung mit der hochansteckenden Delta-Variante, sagte sie in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „profil“. Im Ö1-Mittagsjournal sagte von Laer, dass man einen neuen Lockdown „momentan nicht ausschließen“ könne. Derzeit würden die Maßnahmen „nicht ausreichen, die Zahlen steigen weiter an“, so die Virologin. „Wir müssen die Welle abflachen.“ Ob es einen Lockdown gebe, hänge davon ab, wie viele Menschen sich noch impfen lassen, so von Laer.


Impf-Muffeligkeit

30.8.2021

Was ist los mit den Österreichern? Im Ranking der Impfquoten fällt unser Land immer weiter zurück. Während etwa in Portugal und Spanien bereits 67 Prozent der Bevölkerung gegen Corona vollimmunisiert sind, kommt Österreich nur auf 58 Prozent. Noch dramatischer der Rückstand bei den Erstgeimpften: Da führt Portugal mit 81 Prozent, Österreich schafft gerade einmal 61 Prozent. Von Herdenimmunität sind wir noch weit entfernt - und bleiben es auch, weil wir dafür mindestens zehn Prozent mehr Vollimmunisierte brauchen würden - die Zahl der Erstimpfungen jedoch dramatisch sinkt. Waren es vor dem Sommer noch bis zu 80.000 an einem Tag, so schrumpfte dieser Wert mittlerweile auf ein Zehntel!


Offene Fragen zu dritter Impfdosis

30.8.2021

Das Nationale Impfgremium rät zu einer dritten Corona-Impfdosis. Das Problem dabei: die Zeit drängt. Die ersten Personen – alte Menschen, vulnerable Gruppen und Gesundheitspersonal – erhielten ihre Vollimmunisierung Ende Jänner. Das Nationale Impfgremium (NIG) geht in einer Empfehlung davon aus, dass sechs bis neun Monate nach der Vollimmunisierung ein dritter Stich erfolgen soll. Die Frist läuft also Ende Oktober ab. Angesichts der raschen Ausbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante und eines nachlassenden Schutzes erwägen immer mehr Staaten eine Auffrischungsimpfung. Doch viele Fragen sind offen.


Neue Faktoren für CoV-Maßnahmen

27.8.2021

Der neue Erlass ersetzt den bisherigen Hochinzidenzerlass. Künftig werden bei der Einstufung eines Bezirks als Hochrisikogebiet neben der 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner*innen auch die Durchimpfungsrate des jeweiligen Bezirks sowie der Intensivbettenbelag des betreffenden Bundeslandes berücksichtigt. Der kritische Wert sei offenbar in dem Erlass mit zehn Prozent definiert worden. Die Coronavirus-Ampel leuchtet diese Woche in zwei Farben. Die Bundesländer Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg wurden am Donnerstag von der zuständigen Kommission mit mittlerem Risiko bewertet und bleiben damit gelb. In Wien gilt fortan hingegen hohes Risiko, das heißt orange. In Wien wurden nun strengere Bedingungen als im Rest des Landes verordnet. So werden mit 1. September die Gültigkeit der Tests verkürzt. Konkret ist ein Antigen-Schnelltest, der in einer Teststraße oder in einer Apotheke durchgeführt wird, ab September nur noch 24 statt bisher 48 Stunden verwendbar. Bei PCR-Tests wird die Gültigkeit von 72 auf 48 Stunden reduziert.


Plan ab Oktober: Nur mehr geimpft in Disco und Bar

23.8.2021

„Wenn die Zahlen weiter steigen, dann braucht es die 1G-Regel für Diskotheken und Nachtklubs“, so unsere Regierung. Mit der Impfung habe man „das beste Mittel in der Hand, um der Pandemie Herr zu werden und unser Gesundheitssystem zu schützen. Der Gesundheitsminister appellierte erneut an alle bisher Nichtgeimpften, das nachzuholen.


Spitäler auf vierte Welle vorbereitet

19.8.2021

„Das Worst-Case-Szenario ist, dass die vierte Welle im Spital so einschlägt wie die dritte Welle. Wir rechnen damit, dass wir wieder unser ganzes Neun-Stufen-System brauchen werden“, sagte Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker gegenüber „Wien heute“. Alexander Zoufaly, Oberarzt in der Klinik Favoriten, betont: „Man sei darauf vorbereitet und wir haben derzeit auf der Intensivstation keinen Patienten, der doppelt geimpft ist.“