Bundeskonferenz der Krankenhausmanager Österreichs


News



Darum bekommen 300.000 Menschen keine Gratis-Antigen-Tests

3.3.2021

Eine "kuriose Entscheidung" traf das Gesundheitsministerium kürzlich: Eigentlich sollen ab 1. März alle Menschen, die in Österreich versichert sind, in heimischen Apotheken pro Monat fünf Antigen-Coronatests für zuhause erhalten. Eigentlich. Denn wie "futurezone.at" berichtete, werden in der Praxis etwa 300.000 Personen von diesem Angebot ausgeschlossen. All jene, die sich von der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) bzw. der e-Medikation abgemeldet haben, werden nach derzeitigem Stand keine Gratis-Antigentests zum Mitnehmen erhalten. Der Ausschluss vom Angebot der Corona-Tests für zuhause widerspricht eigentlich der Gleichstellungsbestimmung, laut der niemand, der sich von der ELGA abgemeldet hat, benachteiligt werden darf. "Diese hat man für diesen Anwendungsfall außer Kraft gesetzt", so Bürgerrechtsexperte Thomas Lohninger im "Futurezone"-Interview.


Industrie will Impfstoff selbst besorgen

2.3.2021

Der Unmut in der stark exportorientierten Branche ist über Monate intensiver geworden, zunächst in Bezug auf das Testen und dann das Impfen. Dass die Regierung Schlüsselkräfte der Industrie von Phase zwei in Phase drei verschoben hatte, löste zumindest Unverständnis aus. Manche Unternehmen fürchten um internationale Aufträge und wollen in Eigenregie im Ausland Impfstoff für Mitarbeiter organisieren. Nur wenige in den Chefetagen der oft börsennotierten Firmen sagen das auch öffentlich.


Grünes Licht für Johnson-&-Johnson-Vakzin

1.3.2021

Die USA haben dem Impfstoff von Johnson & Johnson eine Notfallzulassung erteilt. Das Vakzin entfaltet seine volle Wirkung schon nach Verabreichung einer Dosis. Der Impfstoff von J&J bereitet den Körper darauf vor, sich selbst gegen Covid-19 zu wehren. Er nutzt ein sogenanntes Adenovirus als Vektor. Dieses löst normalerweise eine gewöhnliche Erkältung aus, wurde jedoch so verändert, dass es sich nicht vermehren kann. Auch für den europäischen Markt soll bald eine Entscheidung fallen. Von Johnson & Johnson hat die EU-Kommission Impfdosen für 200 Millionen Menschen bestellt. +++ Derzeit laufen die Corona-Impfungen schleppend - besonders Astrazeneca stößt bei vielen auf Skepsis. Gerade erst wurde der Impfplan geändert. Lehrer sind beispielsweise hochgerückt und können nun mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft werden. Die Zweifel am Astrazeneca-Vakzin seien gleichwohl unbegründet, betonte zuletzt auch der Chef des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler.


Einführung des EU-Impfpasses oder "Impfpflicht" durch die Hintertür

1.3.2021

Seit sich die Europäische Union auf die Entwicklung eines Impfpasses geeinigt hat, steigt die Hoffnung in vielen Branchen auf eine Verbesserung ihrer aktuellen Situation. Für die Einführung eines europaweit gültigen „Grünen Pass“ für Geimpfte, Getestete (???) und Genesene um Urlaubsreisen zu ermöglichen, hat sich Österreich stark gemacht. Doch warnen Politiker parteiübergreifend davor, die Erwartungen zu hoch zu schrauben. Auch Datenschützer haben große Bedenken. Wie „Standard“ und „Krone“ berichteten, sollen die Daten aus dem elektronischen Impfpass im Gesundheitsakt ELGA über das Epidemiologische Meldesystem (EMS) des Gesundheitsministeriums ins Bundesrechenzentrum (BRZ), für das wiederum das Wirtschaftsministerium zuständig ist, gespiegelt werden. Dabei sollen die Daten über CoV-Impfungen und überstandene Infektionen aus ELGA täglich ins EMS übermittelt werden, von dort sollen diese Daten und die Daten über erfolgte CoV-Tests gar stündlich ins Bundesrechenzentrum übertragen werden ...


Lockerungen "absolut unverantwortlich" ?

23.2.2021

Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery ist gegen eine Lockerung der geltenden Corona-Maßnahmen in Deutschland. Als Grund gibt er die zuletzt gestiegenen Fallzahlen sowie die Verbreitung von Mutationen an. Als Reaktion fordert der Mediziner, das Impfprogramm zu beschleunigen. Wer in Zeiten steigender Reproduktionswerte des Coronavirus über Lockerungen spreche, handele "absolut unverantwortlich", sagte Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Bei jeder Lockerung werde es einen "deutlichen Anstieg der Zahlen" geben. Die Inzidenzraten im Vergleich: Deutschland = 60 +++ Österreich = 132 (21.2.2021). Der Anstieg der CoV-Fallzahlen in Österreich beunruhigt Fachleute. Die Entwicklung gehe „sehr schnell“, sagte der Komplexitätsforscher Peter Klimek im Ö1-Morgenjournal. Sorge bereitet Klimek vor allem die stärkere Ausbreitung der Virusvariante B.1.1.7


Gastronomie Öffnung rückt in Sichtweite

22.2.2021

Eintrittstest könnten die Voraussetzung für die Öffnung der Gastronomie und Hotelerie im März sein. Bei Friseuren und anderen körpernahen Dienstleistern habe das Konzept gut funktioniert, so der Bundeskanzler. Allerdings müssten auch die Infektionszahlen entsprechend sein. Derzeit sieht es allerdings nicht so aus. Der Inzidenzwert ist 132 (Stand 21.2.), was einen weiteren Anstieg bedeutet. Vor zwei Wochen war er bei 104 und wir alle schöpften Hoffnung, dass wir unter 100 kämen. Die aktuelle Infektionsentwicklung mit SARS-CoV-2 hat dazu geführt, dass die effektive Reproduktionszahl (R-Zahl gewertet) – knapp, aber doch – zum ersten Mal seit Längerem über dem kritischen Wert 1,0 liegt. Exakt 1,04 beträgt der Wert der wöchentlichen Analyse von Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und TU Graz. Diesem liegen Daten des Zeitraums von 5. Februar bis 17. Februar, basierend auf 18.222 Fällen, zugrunde.


Diskussion um Krankenhaus-Besuche ohne Test

18.2.2021

Ein Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, gilt seit etwas mehr als einer Woche als Eintrittskarte zu den sogenannten körpernahen Dienstleistern. Man benötigt ihn bekanntlich für den Friseurbesuch, in Massagestudios, in Nagelstudios, bei der Fußpflege oder wenn man sich ein Tattoo stechen lassen möchte. Auch für den Grenzübertritt ins Ausland und wieder retour müssen sich etwa Pendler regelmäßig testen lassen. Künftig müssen externe Dienstleister, die in Spitälern arbeiten und dabei Kontakt zu anderen Personen haben, regelmäßig einen negativen Coronavirus-Test vorweisen. Für Besucher und Besucherinnen gilt das aber nicht, hieß es beim Krisenstab des Landes OÖ auf APA-Anfrage. Auf die Frage, warum Besucher in Spitälern keinen Test brauchen, in Altersheimen aber schon, hieß es aus dem Gesundheitsministerium, dass in den Krankenhäusern bereits "äußerst strenge Schutzmaßnahmen" getroffen wurden.


Länder feilen an Logistik und Verteilung

16.2.2021

Das Anmeldesystem für die CoV-Impfung sorgte in den letzten Tagen oftmals für Kritik. Derzeit stehen in Österreich nur begrenzte Impfstoffmengen gegen das Coronavirus zur Verfügung. In der EU sind momentan Impfstoffe von drei Herstellern zugelassen. Zwei davon – Biontech und Pfizer sowie AstraZeneca – hatten in den vergangenen Woche mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen, weshalb Österreich seinen Impfplan mehrmals anpassen musste. Spitzenreiter an geimpften Personen ist Israel mit 68 Geimpften pro 100 Einwohnern (EW). Der EU-Durchschnitt liegt bei 4,37, etwa gleichauf mit Deutschland. Gefolgt von Portugal, Ungarn, Schweden, Frankreich und Österreich mit 3,77 geimpften Personen von 100 EW (12.2.2021).


"Wollen kein zweites Ischgl": Deutschland stuft Tirol als Mutationsgebiet ein

15.2.2021

Nach der Ausbreitung des mutierten Coronavirus in Tirol hat die deutsche Regierung das Bundesland als Mutationsgebiet eingestuft. Ab sofort gelten Grenzkontrollen und Einreiseverbote. Ziel der deutschen Grenzkontrollen ist es, das Einschleppen von ansteckenderen Varianten des Coronavirus über die Grenze einzudämmen. Sowohl in Tschechien als auch in Tirol sind diese Varianten deutlich stärker verbreitet als in Deutschland.


Digitaler Impfpass startet

15.2.2021

Die gesetzliche Grundlage für die Verarbeitung der Impfdaten ist mit der Novelle des Gesundheitstelematikgesetzes (GTelG) im Herbst 2020 geschaffen worden. Mit der nun erfolgten Auftragserteilung an DREI, kann das Projekt nun vor Start der Phase 2 der österreichweiten Corona-Schutzimpfungen erfolgen. Ein Tablet und die App „e-Impfdoc“ – das ist alles, was Ärzte und Krankenhäuser benötigen, um Impfungen digital im zentralen Impfregister zu erfassen. Diese Impfungen können die Bürger in ihrem ELGA-Portal einsehen, abspeichern und ausdrucken.


35er-Inzidenz = Neuer Sehnsuchtswert in Deutschland

12.2.2021

Nach der Verlängerung des Lockdowns in Deutschland bis zum 7. März verwandelt sich die Kennzahl von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche zur neuen Lockerungskennziffer. Erst wenn dieser Wert stabil erreicht ist, sollen erste Öffnungsschritte beschlossen werden dürfen. "Stabil" bedeutet laut Bundeskanzlerin Angela Merkel "drei bis fünf Tage" auf demselben Niveau. Der Inzidenzwert liegt bei 64 und verringerte sich seit Jahresbeginn um mehr als die Hälfte. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Österreich bei 108. Zu Jahresbeginn hatten wir über 160.


Österreich handelt "unverantwortlich"

9.2.2021

Bayerns CSU-Generalsekretär Markus Blume bringt angesichts der Lockerungen in Österreich und Tschechien Grenzschließungen ins Gespräch. „Das, was Österreich macht, ist aus unserer Sicht unverantwortlich“, sagte Blume der Sendergruppe RTL/ntv. Deutschland liegt aktuell bei einer Inzidenz von 75 und hat die Inzidenz seit Jahresbeginn halbiert. Trotz dieser niedrigeren Inzidenz wird über eine Verlängerung des deutschen Lockdowns gesprochen. In Österreich liegt die Inzidenz heute bei 104. Das genügte offenbar, dass seit gestern eine weitreichende Lockerung des Lockdowns gilt. Gleichzeitig wurde jedoch eine Reisewarnung für Tirol wegen möglicher weiterer Ausbreitung der CoV-Mutante B.1.351 ausgesprochen. Corona und Tirol - eine scheinbar unendliche und vor allem unsägliche Geschichte.


Studie zu „Sputnik V“ bestätigt Wirksamkeit

8.2.2021

Nach Kritik an fehlenden belastbaren Studien haben russische Forscher weitere Details zu dem CoV-Impfstoff „Sputnik V“ veröffentlicht. Es handle sich um Zwischenanalysen aus der Testphase III. Laut den im Fachblatt „The Lancet“ publizierten Ergebnissen hat er eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent. In mehr als 15 Ländern wird der Impfstoff mittlerweile eingesetzt. In der EU ist er (noch) nicht zugelassen. Während in anderen Ländern Streit über schleppende Lieferungen der Coronavirus-Impfstoffe ausgebrochen ist, steht Serbien mit seiner Versorgung gut da. In diesem Land können die Menschen wählen, welches Vakzin sie bevorzugen. Serbien verfügt über Impfstoffe verschiedener Quellen, auch aus Russland und China. Dort sind von 100 Einwohners bereits 8 Personen geimpft. Österreich, Deutschland und die Türkei liegen gleichauf bei nur 3 Geimpften. Spitzenreiter ist Israel mit 59, das vereinigte Königreich liegt bei 16 (Stand 5.2.2021).


Harter Rückschlag?

8.2.2021

Der hochbejubelte AstraZeneca-Impstoff ist nun auch bei uns eingelangt, jedoch einerseits zu wenig wegen bekannter EU-Lieferengpässe und andererseits ist er (derzeit) nur für bis 64jährige zugelassen. Nun kommt noch die Horrormeldung, dass er offenbar keinen umfassenden Schutz vor der erstmals in Südafrika entdeckten B.1.351-Coronavirus-Mutation bietet, die sich jüngst auch stark in Tirol ausgebreitet hat. Südafrika wird den Einsatz des Impfstoffs des britisch-schwedischen Konzerns AstraZeneca aussetzen, solange Forscher und Forscherinnen über die beste Verwendung der Arznei beraten.


"Lockerung auf Bewährung"

4.2.2021

liest man im Newsletter der KronenZeitung. Vom Lockdown-Ziel, der Sieben-Tages-Inzidenz von 50, ist man dennoch mit aktuell 105 meilenweit entfernt. Trotzdem entschied sich die Bundesregierung in Gesprächen mit Experten, der Opposition und den Landeshauptleuten dazu, den Lockdown zu lockern. So einigte man sich auf das Tragen von FFP2-Masken und die von der Wirtschaft lautstark geforderte Öffnung von Handel und körpernahen Dienstleistern, sowie auch der Wechsel der Schulen in den Präsenzunterricht. Die punktuellen Lockerungen ab 8.2. seien, so Bundeskanzler Sebastian Kurz, aber keine Entwarnung, denn: „Wenn die Zahlen steigen - und das ist ein realistisches Szenario - werden wir sofort verschärfen. Spätestens am 15. Februar wird evaluiert." +++ Eine Negativ-Aussage über FFP2-Masken kam von der EU-Gesundheitsbehörde (ECDC). Auch durch das Auftreten neuer SARS-CoV-2-Varianten wären "keine anderen Arten von Masken als jene, die bereits in Verwendung stünden, erforderlich". Seit 25. Jänner ist das Tragen einer FFP2-Maske in Österreich in öffentlichen Verkehrsmitteln und im Handel verpflichtend, auch überall dort, wo bisher nur ein einfacher Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben war. Bei Nichttragen einer FFP2-Maske wird eine Strafe von mindestens 50 Euro verhängt.


Österreich überlegt Öffnungen

1.2.2021

Der geltende Lockdown in Deutschland ist momentan bis zum 14. Februar befristet. Einige Politiker wollen aber nicht ausschließen, dass die Beschränkungen noch einmal verlängert werden. Auch, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 (derzeit 98) fällt. Grund seien die neuen Mutationen. "Die Länge des Lockdowns hängt aber auch davon ab, inwieweit sich neue Mutationen des Coronavirus in Deutschland verbreiten" und "Die aktuelle Entwicklung nährt die Hoffnung, dass wir uns relativ schnell einer Inzidenz von 50 nähern können", so Deutschlands Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Während die Infektionszahlen in Deutschland weiter sinken, bleibt die Belastung für das Gesundheitssystem hoch. In Deutschland ist die Inzidenzrate bei 98, Österreich liegt bei 105 (31.1.2021). Deutsche Intensivmediziner schlagen Alarm und warnen vor frühzeitigen Lockerungen, denn vor allem das Personal sei bereits weit über der Belastungsgrenze. Dass Österreich trotz unserer Zahlen einen Lockdown ab 8. Februar überlegt, ist bemerkenswert ....


Irrlichter im Impfstoffstreit

1.2.2021

Auf der Suche nach einem Sündenbock für die derzeitige Situation bei der EU-Impfstoffbeschaffung gibt es zahlreiche Pressemeldungen. Eine davon: Die Schuld läge vielmehr bei der EU selbst, die Verträge mit den vielversprechendsten Impfstoffproduzenten zu zögerlich machte oder aus Nationalinteressen auf falsche Pferde setzte. Dies stellt sich auch durch "wachsweiche EU-Verträge" und Terminversäumnisse dar.


Landesklinik Tamsweg wurde topmodern generalsaniert

28.1.2021

Die mittlerweile über 100 Jahre alte Landesklinik in Tamsweg wurde umfassend während des laufenden Betriebs generalsaniert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. „Das war sowohl für die Bauleute, als auch für die Mitarbeiter*innen eine große Herausforderung", so die Wirtschaftdirektorin Mag. Andrea Schindler-Perner nach Fertigstellung der Arbeiten. Neben der Generalsanierung des Hauses wurden zwei topmoderne OP-Säle, eine neue barrierefreie Zentralambulanz, sowie helle und freundliche Patientenzimmer geschaffen. Ein weiteres Highlight des Projekts ist die Errichtung eines neuen Hubschrauberlandeplatzes am Dach der Landesklinik. Damit ist die Notfallversorgung im Lungau und in angrenzenden Regionen, sowie auch die Standortsicherung gegeben.


Geruchstest zur CoV-Früherkennung

26.1.2021

„Wir haben im Zuge der klinischen Studien herausgefunden, dass es verschiedene Substanzklassen gibt, die von einem Corona-Infizierten nicht mehr wahrgenommen werden können, so die Firma Genius5, die gemeinsam mit der Private Danube University (DPU) und der Johannes Kepler Universität diesen Test entwickelt hat. Der Geruchstest ist am Zahnambulatorium der DPU bereits seit einiger Zeit im Einsatz. Patienten müssen dort im Eingangsbereich neben einem Fiebertest auch einen Geruchstest absolvieren. Mit dem Geruchstester lassen sich besonders kostengünstig und in angenehmer Art und Weise auf Covid-19 Infektion verdächtige Personen herausfiltern.