Bundeskonferenz der Krankenhausmanager Österreichs


News


Mehrweg OP-Textilien mit deutlich besserer Umweltbilanz als Einweg

5.12.2019

Auch im Gesundheitswesen ist Nachhaltigkeit mehr denn je gefragt: Energieeffizienz, Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft – selbstverständlich unter Einhaltung der höchsten hygienischen Standards – sind zentrale Herausforderungen im Gesundheitswesen. Mehrweg-Produkte – speziell im Sektor der OP-Textilien wie z.B. Abdecktücher und Mäntel – zeigen dabei eine eindeutig bessere Bewertung bei den wesentlichen Nachhaltigkeits- und Umweltschutzkriterien als Einweg-Produkte. So bescheinigt ein umfassendes Life Cycle Assessment für OP-Abdecktücher und chirurgische Tapes, durchgeführt vom renommierten Environmental Clarity Inc. Institut: Mehrweg OP-Abdecktücher verursachen um 80,2 Prozent weniger Abfall, 61,5 Prozent weniger Wasserverbrauch und 38,2 Prozent geringeren Energieverbrauch.


Bundesweit einheitliche, verbindliche Berechnungsmethode gefordert

5.12.2019

Seit vielen Jahren drücken sich die verantwortlichen Entscheidungsträger davor, bundesweit einheitliche Standards für die Personalplanung in der Pflege festzulegen - so der ÖGB in einer Aussendung. Um bestmögliche Versorgung der PatientInnen sicherzustellen, müssen die Mindestanzahl und die Qualifikation der MitarbeiterInnen zwingend vorgeschrieben werden. Mit einer ungewöhnlichen Aktion macht der Betriebsrat des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Graz auf den chronischen Personalmangel aufmerksam. 180 Pappfiguren wurden vor dem Krankenhaus aufgestellt – stellvertretend für die fehlenden KollegInnen bei u. a. ÄrztInnen, Pflegepersonal und Reinigungskräften. Diese Aktion soll auf ganz Österreich ausgeweitet werden.


"Es ist eine Minute vor zwölf in der österreichischen Grundversorgung"

4.12.2019

"Das österreichische Gesundheitssystem steht vor großen Herausforderungen. Nein, eigentlich ist das nicht ganz korrekt. Wir sind schon einen Schritt weiter: Das System steckt bis zum Bauchnabel mitten in den Herausforderungen. Naturgemäß ist das auch genau der Moment, in dem man nach Hilfe rufen sollte. Und je lauter der Ruf wird, desto lauter kommen Lösungsvorschläge in Form von Schlagwörtern zurück. Telemonitoring, Teletherapie, Telekonzil, Telekonferenz – alles Spitzen des Eisbergs Telemedizin. Da es bekanntlich schwerfällt, sich mit Hilfe von Eis aus irgendetwas herauszuziehen, sollte man einen kurzen Blick unter die Wasseroberfläche wagen und die Frage stellen: Was ist eigentlich Telemedizin in Österreich?" Heißt es in einem Beitrag von Dr. med. Andrea V. Braga und Florian Stummer im Janssen-Report. Dr. Braga war auch Referent bei den 11. Wiener Fortbildungstagen der ARGE der Krankenhausmanager Wiens im November im Wiener Rathaus.


Nikolaus Koller zum IHF-Europaregion-Sonderberater gewählt

3.12.2019

The International Hospitral Federation is happy to welcome another Special Advisor für the Europe Region, Mr. Nikolaus Koller, Govener of HOPE-Austria (Hospital für Europe) and Board member of European Association of Hospital Mangers (EAHM). Mr. Koller served the IHF Governing Council für 6 years and will now join the table of Special Advisors. The Federation is grateful for his continiued willing contribution of knowledge and experiences to guide the direktions of the IHF.


Hope

3.12.2019

HOPE is fostering efficiency, effectiveness and humanity in the organisation and operation of hospital and healthcare services. HOPE promotes improvements in the health of citizens throughout Europe, fostering efficiency, effectiveness and humanity in the organisation and operation of hospital and healthcare services. Two major goals have been set up in HOPE since its creation: to develop and maintain information and to advise members.


Österreichs erste Mitarbeiter-App für ein Krankenhaus gestartet

2.12.2019

Die neue „BB2Go“ App (kurz für: Barmherzige Brüder to Go“) verbindet rund 1.000 Mitarbeiter im Krankenhaus, der Pflegeakademie und Apotheke der Barmherzigen Brüder in Wien miteinander. Mit der Mitarbeiter App schafft das Krankenhaus einen mobilen und interaktiven Kommunikationskanal nur für Mitarbeiter, der zum Austausch einlädt und Zugriff auf unterschiedlichste Informationen, Services und Angebote bietet.


Occursus ausgeschrieben

2.12.2019

Die OeGHO vertritt als Fachgesellschaft die Hämatologen und internistischen Onkologen in Österreich und verfolgt das Hauptziel, die medikamentöse Behandlung von Patienten mit Krebserkrankungen auf international höchstem Niveau in Österreich sicherzustellen und kontinuierlich auszubauen. Gerade bei einer Krebserkrankung spielt die Kommunikation mit den Patienten und ihren Angehörigen eine entscheidende Rolle. 2020 wird der Occursus, der gelingende, empathische Kommunikation mit und für Krebspatienten in den Mittelpunkt stellt, bereits zum fünften Mal vergeben. Einreichungen sind auf OCCURSUS bis 13. Jänner 2020 möglich.


16 Primärversorgungszentren bis 2021

29.11.2019

Der Ausbau der Primärversorgungszentren (PVE) schreitet langsam voran. Mit Salzburg und Wien haben nun zwei Bundesländer die ersten Regionalvereinbarungen abgeschlossen. Bis Ende 2021 soll es in Wien insgesamt 16 Zentren geben. Ärztekammer und Krankenkasse haben nun Honorarvereinbarungen geschlossen. Bis Ende 2021 sollen in Österreich 75 solcher Zentren in Betrieb sein, fünf davon in Salzburg.


"Orange the world"

28.11.2019

Wien leuchtet ab sofort orange - Orange ist die Farbe der weltweit startenden UNO-Kampagne „Orange the World – Stoppt Gewalt an Frauen“. 16 Tage lang sind in Österreich 130 Gebäude in Orange getaucht – unter anderem das Burgtheater, das Parlament und das ORF-Funkhaus wie auch sämtliche Spitäler des Wiener Krankenanstaltenverbundes. So auch die Rudolfstiftung wo Verwaltungsdirektor Wolfgang Preis diese Aktion voll unterstützt. Weltweit sind die Zahlen zu Gewalt an Frauen bestürzend. Nach wie vor zählt Gewalt gegen Frauen zu einer der am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen – auch in Österreich. Hier ist laut einer Studie der europäischen Grundrechte-Agentur aus dem Jahr 2014 jede fünfte Frau ab dem 15. Lebensjahr von physischer und/oder sexueller Gewalt betroffen.


„Künstliche Intelligenz“ in der Endoskopie

28.11.2019

Der Dickdarmkrebs ist der Killer Nummer zwei unter allen Krebsformen. Und das, obwohl in den letzten 20 Jahren die Zahl der Neuerkrankungen in Österreich dank der Vorsorgekoloskopie um mehr als ein Drittel reduziert werden konnte. Noch bessere Ergebnisse sollen jetzt mit Hilfe von „Künstlicher Intelligenz" erzielt werden. In Österreich gibt es zwei Zentren, in denen diese neuartige Endoskopie-Technologie „GI Genius™ – Artificial Intelligence“ erprobt wird. In Oberösterreich ist dieses am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern, wo sich Experten aus ganz Europa zu einem ersten Erfahrungsaustausch getroffen haben.


Ärztekammer für Impfpflicht

25.11.2019

In Deutschland hat der Bundestag erst vor wenigen Tagen eine verpflichtende Impfung gegen Masern beschlossen. Sie gilt für alle Kinder vom Hort bis zur öffentlichen Schule. Eine entsprechende Impfpflicht, sogar noch weiter gefasst, kann sich auch die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) vorstellen – Sanktionen bei Nichtbefolgung inklusive. Mit Letztstand 13. November wurden in Österreich im laufenden Jahr laut Sozialministerium 146 Fälle von Masern gemeldet, betroffen seien alle Bundesländer gewesen, hieß es. Im Vorjahr waren es 77 Fälle. Die hochansteckende Virusinfektion ist meldepflichtig. In den EU- bzw. EWR-Ländern seien es 12.790 Infektionen und 35 Todesfälle gewesen. Laut dem „Kurzbericht Masern“ des Ministeriums ist das Ziel eine Durchimpfungsrate von 95 Prozent, einen Schutz bietet erst eine zweimalige Impfung.


Roboter stellt Diagnose ohne Arzt

25.11.2019

Diabetes schädigt bei immerhin 75 Prozent der Betroffenen die Netzhaut, dies kann bis zur Erblindung führen. Veränderungen werden anfänglich nicht bemerkt, sind da aber am besten behandelbar. Ab sofort ist es möglich, mit einem automatischen, digitalen Netzhautscreening und ohne Hilfe von Augenärzten eine diabetische Netzhauterkrankung zu erkennen. „Der Roboter macht den Befund ganz alleine“, sagte Ursula Schmidt-Erfurth, Leiterin der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie der Medizinischen Universität Wien und des AKH Wien. Im Einsatz ist die Roboter-Kamera bereits im AKH Wien, in der Rudolfstiftung und im Kaiser-Franz-Josef-Spital. Die Kosten der Kamera: 20.000 Euro.


Weg frei für die Strukturreform

22.11.2019

Für den Start der NÖ-Landesgesundheitsagentur, die ab 1. Jänner alle Landeskliniken sowie Pflegeheime vereinen soll, wurden nun die erforderlichen Gesetze beschlossen. Derzeit sind die 27 Standorte der Landeskliniken noch in einer Holding organisiert. Die insgesamt 48 Pflege- und Betreuungszentren sowie zwei Pflege- und Förderzentren werden vom Amt der Landesregierung verwaltet. Künftig werden alle 77 Standorte in der Landesgesundheitsagentur vereint sein. Das bedeutet, dass ab 1. Jänner etwa 27.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 13.600 Spitals- und Pflegebetten in Niederösterreich gemeinsam verwaltet werden. Anders in Wien, wo der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) mit 1. Jänner 2020 in eine Anstalt öffentlichen Rechts samt eigener Personal- und Budgethoheit umgewandelt werden sollte. Diese groß angelegte Reform verzögert sich nun allerdings, bestätigte der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker. Es gebe noch ein paar offene Fragen, es werde aber "emsig daran gearbeitet". Der Prozess sei schon "sehr, sehr weit" gediehen, hieß es: "Präzision geht vor Geschwindigkeit".


Statistik Austria: Spitalsentlassungsstatistik

21.11.2019

Im Jahr 2018 wurden in österreichischen Krankenanstalten 2.702.221 stationäre Spitalsaufenthalte registriert. Laut Statistik Austria entfiel der größte Teil davon auf den Bereich der Akutversorgung (94% der Entlassungen), 154.493 Fälle (5,7%) waren stationäre Aufenthalte in den 79 Rehabilitationseinrichtungen. Angefügt sind Tabellen über Rehabilitationsaufenthalte.


Umfrage: Menschen für die Pflegeausbildungen gewinnen

20.11.2019

Bitte machen Sie mit bei der kurzen anonymen Umfrage der Arbeiterkammer: Wie können wir Pflegeausbildungen attraktiver machen? Welche Ausbildungswege soll es geben? Welche Bedingungen finden Sie gut und hilfreich? Die Umfrage endet am 12. Jänner 2020. Die Ergebnisse werden wir veröffentlichen.


Erfolgreiche 11. Wiener Fortbildungstage

18.11.2019

Bei den kürzlich zu Ende gegangenen Wiener Fortbildungstagen „Zeit für (mutige) Veränderungen“ waren über 240 TeilnehmerInnen aus allen Bundesländern Österreichs, aus Deutschland, Südtirol und Ungarn angemeldet. Hochkarätige Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland befassten sich mit den Themenschwerpunkten Patientensicherheit, Personal und künstliche Intelligenz. Beendet wurde der Kongress mit einem "come together" und dem Wunsch, bei den 12. Wiener Fortbildungstagen wieder dabei zu sein.


Erschreckend: Neue Schätzung zur Krankheitslast durch Krankenhaus-Infektionen

18.11.2019

Das Robert Koch-Institut hat zusammen mit Partnern aus Berlin und Stockholm eine aktuelle Schätzung zur Krankheitslast durch im Krankenhaus erworbene (nosokomiale) Infektionen vorgelegt. „Damit können wir die Auswirkungen nosokomialer Infektionen auf die Gesundheit der Bevölkerung genauer abbilden und verlässlichere evidenzbasierte Grundlagen für Maßnahmen bereitstellen“, betont Lothar H. Wieler, Präsident des RKI. Die Studie entstand in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten und dem Nationalen Referenzzentrum für die Surveillance nosokomialer Infektionen an der Charité Universitätsmedizin Berlin. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Eurosurveillance (46/2019) erschienen. Die in der neuen Studie geschätzte Zahl der nosokomialen Infektionen in Deutschland liegt bei 400.000 bis 600.000 pro Jahr und damit im Bereich vorheriger Hochrechnungen. Die Zahl der Todesfälle kann durch die weiterentwickelte Methodik verlässlicher erfasst werden und liegt in Deutschland jetzt bei 10.000 bis 20.000/Jahr. In Österreich kommt es laut Berechnungen der Österreichischen Gesellschaft für Krankenhaushygiene jedes Jahr bei 95.000 Patientinnen und Patienten während eines Aufenthalts im Krankenhaus zu einer Infektion mit Bakterien. Diese sind oft nicht mehr angemessen zu behandeln, da die Erreger in zunehmendem Maß eine Antibiotikaresistenz aufweisen. Die Folge: Bis zu 5.000 Menschen sterben in Österreich jährlich an sogenannten nosokomialen Infektionen.


Oberösterreich präsentiert Gesundheitsplan 2025

18.11.2019

Der einstimmig von der OÖ-Landeszielsteuerungskommission beschlossene „Regionale Strukturplan Gesundheit 2025“ sieht vor, die Zahl der Betten und Ambulanzplätze bis 2025 um 49 auf insgesamt 7.925 zu erhöhen. Dabei sei die Zusammenarbeit zwischen den Spitalsstandorten und allen weiteren Partnern in der Versorgung einer der Schlüssel des Erfolges. Wegfallen sollen Plätze in der Chirurgie und in der Geburtshilfe, aufstocken will man in der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie der Akut-Geriatrie.


Austrian Patient Safety Award 2019

18.11.2019

Im Rahmen der wissenschaftlichen Tagung der Plattform Patientensicherheit fand am 14.11.2019 die feierliche Preisübergabe des Austrian Patient Safety Awards 2019 statt. Sechs Projekte in vier Kategorien wurden prämiert. „Mit dem Austrian Patient Safety Award werden Projekte ausgezeichnet, die mit Ihren innovativen Lösungsansätzen zur Erhöhung der Patientensicherheit und der Qualität in Gesundheitseinrichtungen maßgeblich beitragen. Mit dieser Auszeichnung will die Plattform Patientensicherheit diese Leistungen einer breiten Öffentlichkeit präsentieren und so für das Thema Patientensicherheit sensibilisieren. Auf die diesjährigen Preisträgerprojekte kann ganz Österreich stolz sein, weil sie höchste Ansprüche in Praxisnähe und Wissenschaftlichkeit erfüllen“, erklärt Brigitte Ettl, ärztliche Direktorin im Krankenhaus Hietzing und Präsidentin der Österreichischen Plattform Patientensicherheit.


LKF-Modell 2020

12.11.2019

Die Unterlagen zur LKF und die unentgeltlich angebotenen Software-Produkte zur Erfassung bzw. Prüfung von Leistungs- und Diagnosedaten (im MBDS-Format) stehen in elektronischer Form zum Herunterladen zur Verfügung. Weiters werden auch die LKF-Rundschreiben und andere nützliche Informationen in dieser Form angeboten. In den LKF-Unterlagen wird wiederholt auf Strukturqualitätskriterien im Österreichischen Strukturplan Gesundheit (ÖSG) hingewiesen, die bei der Erbringung zahlreicher medizinischer Leistungen einzuhalten sind.