Bundeskonferenz der Krankenhausmanager Österreichs


News


Abstand könnte nutzlos sein - Infektiöse Coronaviren in Aerosolen entdeckt

13.8.2020

Eine der bisher ungeklärten Fragen der Coronavirus-Pandemie ist jener der Übertragung: Kann Sars-CoV-2 auch über mehrere Meter von einem Menschen auf den anderen überspringen? Hinweise dafür gibt es einige, etwa Massenansteckungen in großen und schlecht belüfteten Räumen. Hauptverdächtige dabei sind Aerosole - Tröpfchen kleiner als fünf Mikrometer, also nur etwa ein Zehntel des Durchmessers eines menschlichen Haares. Anders als in größeren Tröpfchen, die aus Mund oder Nase nach kurzer Distanz zu Boden fallen, soll das Coronavirus Sars-CoV-2 in diesen Aerosolen förmlich durch die Luft schweben können ...


Test für elektronischen Impfpass startet

13.8.2020

Der bisherige Impfpass aus Papier soll künftig vom e-Impfpass ersetzt werden. Ab Herbst wird in Österreich der elektronische Impfpass getestet. Das Pilotprojekt startet in den Bundesländern Wien, Niederösterreich und der Steiermark und soll dann rascher als geplant, nämlich noch heuer, auf ganz Österreich ausgedehnt werden.


Ein Plan für den Herbst

10.8.2020

Die Treiber der Epidemie aufspüren, die Quarantäne verkürzen, die Tests genauer auswerten – mit dieser Strategie können wir in einer zweiten Welle verhindern, dass es zu einem erneuten Lockdown kommt. Ein Gastbeitrag von Christian Drosten.


Spital in Italien startet Coronavirus-Impfstoff-Test an Menschen

10.8.2020

Das auf Infektionskrankheiten spezialisierte römische Krankenhaus ‘Lazzaro Spallanzani’ testet ab 24. August einen Impfstoff gegen Covid-19 an Menschen. Begonnen wird mit 90 Freiwilligen. Der Impfstoff wurde in Italien entwickelt und ist dank einer Vereinbarung entstanden, die die Regierung mit dem Spallanzani-Institut unterzeichnet hat.


Weder Bußgelder noch Bahn-Regeln: Studie offenbart die effektivsten Corona-Maßnahmen

6.8.2020

Die Coronavirus-Pandemie ist ein weltweites Problem. Ein Forschungsteam aus Wien wertete nun Daten aus über 70 Ländern und Regionen aus, um die erfolgreichsten Maßnahmen zur Eindämmung des Erregers zu erfassen. Vor allem Schulschließungen schnitten dabei gut ab. Im Interview mit dem "Spiegel" erklärte der Statistiker Peter Klimek (37), zu welchen Schlüssen er und sein Team des Complexity Science Hub aus Wien im Rahmen einer neuen Studie gekommen sind. Insgesamt seien Daten aus 76 Ländern und Regionen ausgewertet worden, um die effektivsten Methoden gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu erfassen.


SmartScale-A-Hospital – rasche Krankenhaus-Simulation und Prognosen in Krisenzeiten

4.8.2020

Die Pandemie-Situation und die komplexen Auswirkungen auf Krankenhausbetriebe veranlassten die „gsm Gesellschaft für Sicherheit in der Medizintechnik“ gemeinsam mit der TU Wien eine Simulations-Lösung zu entwickeln, die Krankenhäuser räumlich abbildet sowie umfassende Kapazitätsprognosen in nur wenigen Minuten und basierend auf Echtdaten ermöglicht. „SmartScale-A-Hospital“ erweist sich damit gerade in Krisensituationen als ideales Instrumentarium. Der Prototyp wurde mit dem Krankenhaus Zams als Forschungs- und Entwicklungspartner in Tirol erarbeitet und nun beim Kongress „Die Klinikimmobilie der nächsten Generation“ der Öffentlichkeit präsentiert. Im Herbst soll die innovative Lösung aus Österreich auch anderen Krankenhäusern bei der Planung von Lockdowns und beim Hoch- und Runterfahren von Betriebseinheiten zur Verfügung stehen.


WHO dämpft Hoffnung auf baldiges Ende des Coronavirus

3.8.2020

Eine baldige Ausrottung des Corona-Virus ist nach Überzeugung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht in Sicht. Vielmehr gab es am Wochenende so viele neue Infektionsfälle wie nie zuvor. Auch Gesundheitsminister Anschober betonte: „Die nächsten Wochen werden wieder eine Phase der Weichenstellung.“


„Babyelefant“ geht, die Ausnahmen für Risikogruppen bleiben

3.8.2020

Der „Babyelefant“ als Abstandstestimonial gegen eine Corona-Infektion ist offiziell Geschichte. Mit einer neuen Verordnung wird der Mindestabstand von einem Meter aufgehoben. Verlängert werden hingegen die Ausnahmebestimmungen für COVID-19-Risikogruppen. In Öffentlichen Verkehrsmitteln und in Kundenbereichen von Geschäften bleiben die Regeln aber weiter aufrecht. In Gesundheitseinrichtungen und vor allem in Arztpraxen und Apotheken gelten weiterhin auch Mund-Nasen-Schutz-Masken. Gesundheitsminister Rudolf Anschober appellierte im Vorfeld aber an vermehrte Eigenverantwortung.


Vierfarbige „Corona-Ampel“ ab August

1.8.2020

Gesundheitsminister Rudolf Anschober präsentierte erste Details zu einer „Corona-Ampel“, die im August in eine Testphase und im September in den Echtbetrieb starten wird. Die Ampel soll in vier Farben zeigen, wie sich die Coronavirus-Situation in Österreich entwickelt. Basis dafür sollen Fallindikatoren und die Bewertung einer Expertenkommission sein. Grundsätzlich positiv sehen die Bundesländer die von der Regierung vorgestellte „Corona-Ampel“, aber es gibt weiterhin Fragen und auch Bedenken. So sei etwa offen, wie genau die Grenzen für die einzelnen Bereiche gesetzt werden sollen. Bezirksgrenzen seien da mitunter nicht hilfreich, gerade bei Regionen mit viel Pendlerverkehr oder in der Nähe von Ländergrenzen, heißt es.


Die Coronavirus-Gesetzgebung steht schon seit Wochen in Kritik

29.7.2020

Nachdem die Höchstrichter die bereits außer Kraft getretenen Ausgangsbeschränkungen gekippt haben, hat die Polizei in einigen Bundesländern auch die Durchsetzung der formal noch gültigen, von Juristen aber ebenfalls angezweifelten, Abstands- und Maskenregeln eingestellt. Mit dem "Fleckerlteppich" beim Umgang mit Corona-Regeln nach dem VfGH-Entscheid am vergangenen Mittwoch wurden einige Verordnungen der Regierung als "gesetzwidrig" erklärt. Nun stehen auch die neuen CoV-Einreiseregeln im Fokus der Kritik. Juristen orteten „Schlampigkeit“. Am Wochenende hatten die neuen Einreisebestimmungen, die am späten Freitagabend erlassen wurden und seit Montag gelten, für Verwirrung und Missinterpretationen gesorgt. Der Verfassungsdienst war eigenen Angaben zufolge in der aktuellen Novelle nicht eingebunden (ORF). Siehe auch Gastkommentar von RA Dr. Alfred J. Noll.


E-Card-Einsparungen deutlich unter Erwartungen

28.7.2020

Die Taskforce gegen Sozialleistungsbetrug hat bei der E-Card nur einen Bruchteil jener Fälle aufgeklärt, die vermutet wurden. Seitens der Regierung wurde von einem „unfassbaren“ Missbrauch der E-Card gesprochen und es wurden 200 Mio. Euro an Einsparungen erhofft. Insgesamt betrug die verhinderte Schadenssumme durch die Taskforce allerdings nur 11,5 Mio. Euro. Eine Gegenrechnung, was die Umstellung auf die neue E-Card mit Foto kostet, ist nicht bekannt.


Neue Präsidentin des ÖGKV

27.7.2020

Der Bundesvorstand des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes (ÖGKV) wählte kürzlich seinen neuen Bundesvorstand. Neue ÖGKV Präsidentin ist Mag. Elisabeth Potzmann. Sie folgt Ursula Frohner, die mehr als ein Jahrzehnt den ÖGKV führte. Ein Danke an Frau Frohner für das jahrelange Zusammenwirken und herzlichen Glückwunsch an Frau Präsidentin Potzmann.


Impfstoff bis Jahresende auf dem Markt ?

23.7.2020

Der Pharmakonzern AstraZeneca plant, bis Ende des Jahres einen Coronavirus-Impfstoff auf den Markt zu bringen. Dieser soll weltweit „zum Selbstkostenpreis“ erhältlich sein, so der Chef des Unternehmens, Pascal Soriot, im französischen Radiosender RTL. Eine Einheit soll für 2,50 Euro verkauft werden.


Comeback der Maske

21.7.2020

Die Bundesregierung gab heute die Wiedereinführung der Maskenpflicht in bestimmten Bereichen bekannt. Ab Freitag gilt im Lebensmitteleinzelhandel, in Supermärkten, Banken und der Post erneut die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Kritik daran gab es nicht nur in Sozialen Medien, sondern auch von Experten. Franz Allerberger, Leiter des Bereichs Humanmedizin der Agentur für Ernährungssicherheit (AGES), wies in einem Bericht der „Tiroler Tageszeitung“ darauf hin, dass sich weder Einführung noch Abschaffung der Maskenpflicht auf die Infektionskurve ausgewirkt hätten: „Zwischen dem, was sich belegen lässt, und dem, was die Politik tut, gibt es einen großen Unterschied.“ Dies hätten Untersuchungen der AGES ergeben. Es habe sich darüber hinaus gezeigt, dass das Virus „nicht so ansteckend wie angenommen ist, sonst könnten wir nicht bei jedem Cluster genau sagen, woher er kommt“. Es habe sich gezeigt, dass die Corona-Ansteckungsgefahr bei 1,6 liege, jene der Grippe bei 1,2. Masern seien zehnmal ansteckender als das Coronavirus, Windpocken um fast das Zwanzigfache.


Bringen Antikörper längerfristig Immunität ?

21.7.2020

Coronavirus-Patienten haben einer Studie zufolge in vielen Fällen dauerhaft so viele Antikörper, dass eine erneute Infektion mit dem Virus vermutlich abgewehrt werden kann. Zu diesem Ergebnis kommt eine noch unveröffentlichte Studie an 327 CoV-Patienten im chinesischen Wuhan, die zu den weltweit ersten infizierten Menschen gehören. Bei mehr als 80 Prozent der Patienten seien sechs Monate nach ihrer Erkrankung noch biologisch aktive Antikörper nachgewiesen worden, die fähig seien, das Virus unschädlich zu machen, sagte der deutsche Virologe Ulf Dittmer, Direktor des Instituts für Virologie der Uniklinik Essen (ORF). Eine andere Untersuchung von genesenen Covid-19-Patienten dämpft die Hoffnung auf eine lang anhaltende Immunität und damit auch auf eine lange Wirksamkeit einer möglichen Impfung. Bluttests der ersten Corona-Patienten in Deutschland, die Ende Januar in der München Klinik Schwabing behandelt wurden, zeigten ein deutliches Absinken der Anzahl von sogenannten neutralisierenden Antikörpern im Blut, berichtete Clemens Wendtner, Chefarzt der dortigen Klinik für Infektiologie (Kurier).


Epidemiebereich in jedem Spital ?

20.7.2020

Dies fordert Salzburgs Gesundheitsreferent Christian Stöckl im ORF. Alle Spitäler müssten künftig einen eigenen Bereich für Patienten einer Epidemie vorhalten. Eine Folge der Coronavirus-Pandemie für die Spitäler war, dass der reguläre Betrieb zum Großteil heruntergefahren werden musste. Es werde das ganze Jahr dauern, die verschobenen Operationen nachzuholen. Außerdem müssten auch kleine Spitäler am Land erhalten werden, um eine landesweite Versorgung zu gewährleisten. Darüber hinaus fordert der Gesundheitsreferent, dass der Bettenabbau in den Spitälern nicht weiter fortgesetzt wird.


Leitspital Liezen: Gegner verbünden sich

16.7.2020

Die drei bestehenden Spitäler in Rottenmann, Schladming und Bad Aussee sollen laut der Regionalen Strukturplanung Gesundheit 2025 geschlossen bzw. zu Gesundheitszentren umgewandelt werden. Ein „zurück an den Start“ fordern nun die Gegner dieses Plans und "es sei völlig unverständlich, dass man trotz Covid-19-Pandemie an den Plänen festhalte". Das neue Leitspital soll auf einem Grundstück in Stainach-Pürgg (Bezirk Liezen) gebaut werden. Ein Gutachten stufte den Grund als bebaubar ein.


Ärztekammerpräsident: „Maske als kleineres Übel“

16.7.2020

Die Bundesregierung hat bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie ihren Fokus auf regionale Maßnahmen gelegt. Ein probates Mittel gegen die Ausbreitung soll dabei ein Mund-Nasen-Schutz sein. Ärzte halten dafür eine landesweite Lösung für sinnvoller. „Ich würde sofort eine landesweite Maskenpflicht einführen. Sie ist das kleinere Übel im Vergleich zu einer Explosion der Infektionen“, sagt Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres. "Österreich wird mehr und mehr zum Fleckerlteppich in Sachen Masken: Wo immer Corona-Fälle zunehmen, ist der Mund-Nasen-Schutz das erste politische Mittel dagegen. Neueste Beispiele: In der Kärntner Stadt Wolfsberg muss ab dem Wochenende von 21 bis 2 Uhr eine Maske getragen werden. In Innsbruck wurde die Pflicht im Rathaus wieder eingeführt."


Gesundheitsministerium bringt Corona-Ampel

14.7.2020

Da eine relativ starke Steigerung der Neuinfektionen vorliegt, verkündete Gesundheitsminister Rudi Anschober vor 2 Wochen die Einführung einer Corona-Ampel mit den Phasen rot, orange, gelb und grün. Weil aber das Ampelsystem des Bundes und der dazugehörige Handlungskatalog zu lange auf sich warten lässt, startet das Burgenland jetzt eigene Vorgaben für Spitäler, Pflegeheime und Schulen. Künftig ist im Burgenland einheitlich geregelt, was in welcher Situation zu tun ist, so Landeshauptman Hans Peter Doskozil.


Fortschritte an der Medikamentenfront gegen Covid-19

13.7.2020

Remdesivir wurde in Europa für Patienten*innen zugelassen, die schwer an COVID-19 erkrankt sind. Bekannt wurde auch, dass die US-Regierung beim herstellenden Pharmakonzern Gilead Sciences fast die gesamte Produktionsmenge für die nächsten Monate aufgekauft hat. Um die Produktionskapazitäten für sein COVID-19-Medikament Remdesivir auszuweiten, kooperiert der Hersteller Gilead jetzt mit neun Generika-Herstellern in Indien, Pakistan und Ägypten.