Bundeskonferenz der Krankenhausmanager Österreichs


News


Forscher sehen den Stufenplan kritisch

14.9.2021

Virologin Dorothee von Laer und Komplexitätsforscher Peter Klimek sehen den neuen Stufenplan kritisch. Ihr Tenor: Die Politik reagiert zu spät auf die Infektionszahlen, wie die beiden Experten meinen. Bund und Wien sind sich bei der Bewertung des Dreistufenplans der Bundesregierung im Kampf gegen die CoV-Pandemie nicht einig. Während Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein die „sehr klar definierten“ und „transparenten“ Maßnahmen verteidigte, ist Wiens Bürgermeister Michael Ludwig „überzeugt, dass wir sehr viel konsequenter vorgehen müssen“. Die österreichweite Inzidenzrate liegt bei 159, in Wien bei 225 (11.9.2021). Erschreckend bei den 15 bis 24jährigen, dort beträgt sie 310 (!). Dass die Zahl der vollimmunisierten Menschen erst 59,3 % der Gesamtbevölkerung beträgt, ist im Vergleich zu vielen anderen Ländern sehr schlecht. Entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung der Impfrate sind längst überfällig und werden von vielen gefordert.


Einschränkungen für Ungeimpfte

8.9.2021

Heute sind die neuen CoV-Regeln für den Herbst bekanntgegeben worden. Unter anderem wird ab 15. September die FFP2-Maske wieder den Mund-Nasen-Schutz ersetzen wo es derzeit Maskenpflicht gibt. Für Ungeimpfte wird die FFP2-Maske im gesamten Handel verpflichtend und auch die Antigen-Tests gelten nur mehr 24 Stunden. Generell tritt ein Stufenplan in Kraft, dieser bringt Verschärfungen, die insbesondere Ungeimpfte betreffen. Richtwert für den neuen Stufenplan ist die Belegung der Betten in den Intensivstationen. Kurz führte das „Beispiel Dänemark“ an – das Land öffnet am Freitag komplett. Es zeige sich, dass geöffnet werden könne, wenn ausreichend viele Menschen geimpft seien. „Die Antwort muss die Impfung und nicht der Lockdown sein“, so Kurz und „Wer sich nicht impfen lässt, wird sich anstecken."


Hochsteiermark: Kein „Aus“ für Chirurgie

6.9.2021

Beide Standorte am LKH Hochsteiermark werden gestärkt. Ab Jänner 2022 wird es im Rahmen des Verbundes zu einer Neuausrichtung der allgemeinchirurgischen Versorgung am LKH Hochsteiermark an den Standorten Bruck a. d. Mur und Leoben kommen. Dabei wird die nunmehrige „Abteilung für Allgemeinchirurgie“ am Standort Bruck a. d. Mur in eine „Abteilung für Allgemeinchirurgie und Gefäßchirurgie“ (Allgemeinchirurgie mit besonderer Berücksichtigung der Gefäßchirurgie) umgewandelt.


Pflege-Fachkräftemangel verschärft sich

6.9.2021

Nicht nur Tourismus und Gastronomie kämpfen um Mitarbeiter, auch die Gesundheits- und Pflegebranche plagen Nachwuchssorgen. Am Klinikum Klagenfurt mussten einzelne Stationen wegen Personalmangels teilweise geschlossen werden, ebenso sind zahlreiche Ausbildungsplätze frei. Wenn wir unseren aktuellen Pflege-Standard erhalten wollen, benötigen wir bis 2030 in Österreich zusätzlich 75.000 Pflegekräfte, so Hilfswerk NÖ-Präsidentin Michaela Hinterholzer. Auch die WHO schlägt Alarm: "Pflegekräfte sind das Rückgrat jedes Gesundheitssystems. Heute finden sich viele davon an vorderster Front im Kampf gegen Covid-19", sagt WHO-Generalsekretär Ghebreyesus.


Düstere Aussicht: Kommt neuer Lockdown ?

1.9.2021

Die Innsbrucker Virologin Dorothee von Laer rechnet mit einem weiteren Lockdown, wenn die vierte Welle „nicht bald abflacht“. Ursache dafür ist die zu niedrige Impfrate und der nachlassende Schutz bei den Älteren in Verbindung mit der hochansteckenden Delta-Variante, sagte sie in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „profil“. Im Ö1-Mittagsjournal sagte von Laer, dass man einen neuen Lockdown „momentan nicht ausschließen“ könne. Derzeit würden die Maßnahmen „nicht ausreichen, die Zahlen steigen weiter an“, so die Virologin. „Wir müssen die Welle abflachen.“ Ob es einen Lockdown gebe, hänge davon ab, wie viele Menschen sich noch impfen lassen, so von Laer.


Impf-Muffeligkeit

30.8.2021

Was ist los mit den Österreichern? Im Ranking der Impfquoten fällt unser Land immer weiter zurück. Während etwa in Portugal und Spanien bereits 67 Prozent der Bevölkerung gegen Corona vollimmunisiert sind, kommt Österreich nur auf 58 Prozent. Noch dramatischer der Rückstand bei den Erstgeimpften: Da führt Portugal mit 81 Prozent, Österreich schafft gerade einmal 61 Prozent. Von Herdenimmunität sind wir noch weit entfernt - und bleiben es auch, weil wir dafür mindestens zehn Prozent mehr Vollimmunisierte brauchen würden - die Zahl der Erstimpfungen jedoch dramatisch sinkt. Waren es vor dem Sommer noch bis zu 80.000 an einem Tag, so schrumpfte dieser Wert mittlerweile auf ein Zehntel!


Offene Fragen zu dritter Impfdosis

30.8.2021

Das Nationale Impfgremium rät zu einer dritten Corona-Impfdosis. Das Problem dabei: die Zeit drängt. Die ersten Personen – alte Menschen, vulnerable Gruppen und Gesundheitspersonal – erhielten ihre Vollimmunisierung Ende Jänner. Das Nationale Impfgremium (NIG) geht in einer Empfehlung davon aus, dass sechs bis neun Monate nach der Vollimmunisierung ein dritter Stich erfolgen soll. Die Frist läuft also Ende Oktober ab. Angesichts der raschen Ausbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante und eines nachlassenden Schutzes erwägen immer mehr Staaten eine Auffrischungsimpfung. Doch viele Fragen sind offen.


Neue Faktoren für CoV-Maßnahmen

27.8.2021

Der neue Erlass ersetzt den bisherigen Hochinzidenzerlass. Künftig werden bei der Einstufung eines Bezirks als Hochrisikogebiet neben der 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner*innen auch die Durchimpfungsrate des jeweiligen Bezirks sowie der Intensivbettenbelag des betreffenden Bundeslandes berücksichtigt. Der kritische Wert sei offenbar in dem Erlass mit zehn Prozent definiert worden. Die Coronavirus-Ampel leuchtet diese Woche in zwei Farben. Die Bundesländer Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg wurden am Donnerstag von der zuständigen Kommission mit mittlerem Risiko bewertet und bleiben damit gelb. In Wien gilt fortan hingegen hohes Risiko, das heißt orange. In Wien wurden nun strengere Bedingungen als im Rest des Landes verordnet. So werden mit 1. September die Gültigkeit der Tests verkürzt. Konkret ist ein Antigen-Schnelltest, der in einer Teststraße oder in einer Apotheke durchgeführt wird, ab September nur noch 24 statt bisher 48 Stunden verwendbar. Bei PCR-Tests wird die Gültigkeit von 72 auf 48 Stunden reduziert.


Plan ab Oktober: Nur mehr geimpft in Disco und Bar

23.8.2021

„Wenn die Zahlen weiter steigen, dann braucht es die 1G-Regel für Diskotheken und Nachtklubs“, so unsere Regierung. Mit der Impfung habe man „das beste Mittel in der Hand, um der Pandemie Herr zu werden und unser Gesundheitssystem zu schützen. Der Gesundheitsminister appellierte erneut an alle bisher Nichtgeimpften, das nachzuholen.


Spitäler auf vierte Welle vorbereitet

19.8.2021

„Das Worst-Case-Szenario ist, dass die vierte Welle im Spital so einschlägt wie die dritte Welle. Wir rechnen damit, dass wir wieder unser ganzes Neun-Stufen-System brauchen werden“, sagte Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker gegenüber „Wien heute“. Alexander Zoufaly, Oberarzt in der Klinik Favoriten, betont: „Man sei darauf vorbereitet und wir haben derzeit auf der Intensivstation keinen Patienten, der doppelt geimpft ist.“


Problemzonen: Primärversorgung und MRT-Untersuchungen

18.8.2021

Das Ziel der neuen Primärversorgung (PVE) ist eine Gesundheitsversorgung, die sich nach den Bedürfnissen der Patient*innen sowie den Gesundheitsberufen richtet. Leider funktioniert der Ausbau nur schleppend. Das Ziel bis 2021 insgesamt 75 Primärversorgungseinheiten in Österreich zu errichten, wird nicht erreicht. Bisher gibt es nur 33 PVE's. Die meisten sind in der Steiermark (12), gefolgt von Oberösterreich (6) und Wien (5). +++ Eine weitere Problemzone ist die Wartezeit für MRT-Untersuchungen. Seit 2018 müssen Patientinnen und Patienten innerhalb von 20 Tagen einen Termin für eine MRT-Untersuchung erhalten. Bei dringenden Fällen, etwa beim Verdacht auf eine Krebserkrankung, muss die Untersuchung innerhalb von fünf Tagen erfolgen, bei Akutfällen sofort. „Dazu ist der Dachverband der österreichischen Sozialversicherungsträger verpflichtet", sagte Niederösterreichs Patientenanwalt Gerald Bachinger gegenüber noe.ORF.at. „Nachdem die Flut an Beschwerden in den vergangenen Jahren – nach Abschluss des neuen Vertrags – abgerissen war, häufen sich die Beschwerden nun wieder", berichtete Patientenanwalt Bachinger. Betroffene seien etwa – wie schon vor 2018 – zu privaten Zahlungen aufgefordert worden, um frühere Termine zu bekommen ...


Mückstein: Verschärfung für Ungeimpfte zu früh

17.8.2021

Aus den Bundesländern mehren sich angesichts der anrollenden vierten Coronavirus-Welle die Rufe nach Verschärfungen für Ungeimpfte. Für Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein kommt die Diskussion „zu früh“, wie er in der ZIB2 sagte. In der derzeitigen Lage sei das „epidemiologisch nicht vertretbar“. Die Inzidenz liegt bei 66,3 (16.8.2021), in der Altersgruppe der 15 bis 24jährigen, bei 178 (!). Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker spricht sich angesichts einer vierten Coronavirus-Welle für eine deutliche Verschärfung der Maßnahmen für Ungeimpfte aus. Er fordert strikte Beschränkungen etwa bei Freizeiteinrichtungen. Unterstützung für den Vorschlag, Zutrittsverbote für Ungeimpfte in Freizeit- und Sportstätten einzuführen, kam von der Ärztekammer. Solange die Impfquote nicht erhöht werden könne (56,15%, 16.8.2021), sei das angesichts steigender Zahlen eine berechtigte Maßnahme, so Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres.


7-Tage-Inzidenz steigend

17.8.2021

Die Vollimmunisierung der Gesamtbevölkerung in Ö beträgt 56,15 % (17.8.2021). Vorrangiges Ziel muss die rasche Steigerung der Impfrate durch entsprechende Maßnahmen, vor allem für die Jungen sein. Die Gesamt-7-Tage-Inzidenz liegt bei 66,3 (16.8.2021) . Erschrecken hoch ist die Inzidenz in der Altersgruppe der 15 bis 24jährigen, da beträgt sie 178,2 (!). Auch die Kostenpflicht für Test wird diskutiert. In Deutschland müssen Ungeimpfte ab dem 11. Oktober ihre Coronavirus-Tests selbst bezahlen. Begründet wird das mit dem aufrechten Impfangebot für alle. Nein, das ist keine Impfpflicht durch die Hintertür. Es bleibt weiterhin jedem selbst überlassen, ob er sich impfen lässt oder nicht. Wer sich gegen eine Impfung entscheidet, stellt aber die Bewegungsfreiheit und die körperliche Unversehrtheit anderer infrage. Deshalb muss es die ungeimpfte Minderheit akzeptieren, sollte ihre persönliche Freiheit eingeschränkt werden.


Die neuen Regeln für Geimpfte

16.8.2021

Wer hierzulande etwa ein Lokal, einen Friseursalon oder ein Hotel besuchen möchte, für den oder die reicht eine Teilimpfung fortan nicht mehr. Ab sofort gilt der „Grüne Pass“ – neben Getesteten und Genesenen – nur noch für vollständig Geimpfte. Grund für die geänderte Regel ist unter anderem die wesentlich ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus. Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker spricht sich angesichts einer vierten Coronavirus-Welle für eine deutliche Verschärfung der Maßnahmen für Ungeimpfte aus. Er fordert strikte Beschränkungen etwa bei Freizeiteinrichtungen. Man habe „noch vier bis sechs Wochen Zeit, die Impfquote zu erhöhen“, sagte er gegenüber der „Kronen Zeitung“ (Online). Nach diesem angesprochenen Zeitraum werde entschieden sein, „mit welchen Konsequenzen die vierte Welle kommt“, so Hacker. „Die Maßnahmen, die folgen, sind völlig klar. Die Geimpften werden eine andere Lebenssituation finden als die Nicht-Geimpften“, so Hacker, „Es wird kein Weg daran vorbeiführen, dass nur mehr Geimpfte reinkommen.“


Implantate aus dem 3D-Drucker

12.8.2021

Knochen, Knorpel und Gewebe für Operationen könnten bald aus dem 3D-Drucker kommen. Denn daran wird derzeit am Kepleruniklinikum intensiv geforscht. Die künstlichen Implantate sollen die Rehabilitations-Zeit nach Operationen verkürzen.


Vorbereitungen für dritte Impfung

11.8.2021

Am 17. Oktober wird in Österreich mit den Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus begonnen. Das gab Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein bekannt und begründet dies damit, dass jene Menschen, die als Erstes geimpft wurden, am 17. Jänner die zweite Dosis erhielten und neun Monate später eine Auffrischungsimpfung benötigen. Die Regierung hatte stets erklärt, dass man mit Blick auf eine dritte Impfung noch auf eine Empfehlung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) warte. Für eine dreimalige Impfung ist bisher noch kein einziger Corona-Impfstoff zugelassen. Das deutsche Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer haben erste Daten für die Zulassung einer Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eingereicht. In den kommenden Wochen sollten diese Daten einer Phase-1-Studie auch bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA und weiteren Behörden eingereicht werden, teilten die Unternehmen mit.


Knapp 40 Prozent aller Neuinfektionen reiseassoziiert

9.8.2021

Knapp 40 Prozent aller Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Österreich lassen sich mittlerweile auf Reisen zurückführen. Damit kommt es in Verbindung mit Ferien- und Urlaubsaufenthalten inzwischen zu mehr Ansteckungen als in Haushalten. Das geht aus der aktualisierten epidemiologischen Covid-19-Abklärung (6.8.2021) der Agentur für Ernährungssicherheit und Gesundheit (AGES) hervor.


Forscher warnen vor gleichen Fehlern

6.8.2021

Vor der Wiederholung von Fehlern im Umgang mit der Covid-19-Pandemie im vergangenen Sommer und Herbst warnen Fachleute in einer Prognose im Fachjournal „The Lancet Regional Health Europe“. Wenn auf Eindämmungsmaßnahmen verzichtet werde, die Impfquoten nicht erhöht würden und es kein europaweit abgestimmtes Vorgehen gebe, könnten ab Herbst wieder größere Wellen auftreten.


Starke Einschränkungen für Ungeimpfte?

4.8.2021

Wir sind privilegiert. Während der Großteil der Menschen weltweit sehnsüchtig auf Covid-Impfstoff wartet und die Delta-Variante sich global rasend schnell ausbreitet, gibt es inzwischen ausreichend Impfstoff. Jeder, der sich impfen lassen will, kann das jetzt tun - sofern keinerlei medizinische Gründe dagegensprechen. Dennoch hat eine Minderheit, auch in Ö, nicht vor, sich impfen zu lassen. In Frankreich wird das Leben für alle Ungeimpften stark eingeschränkt, zumal Corona-Tests ab September kostenpflichtig sind. Auch in Österreich wird dieses Thema diskutiert. Nein, das ist keine Impfpflicht durch die Hintertür. Es bleibt weiterhin jedem selbst überlassen, ob er sich impfen lässt oder nicht. Wer sich gegen eine Impfung entscheidet, stellt aber die Bewegungsfreiheit und die körperliche Unversehrtheit anderer infrage. Deshalb muss es die ungeimpfte Minderheit akzeptieren, sollte ihre persönliche Freiheit eingeschränkt werden.


Kliniken kritisieren RKI-Methode

3.8.2021

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert eine Abkehr von der Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuansteckungen als maßgeblichen Richtwert in der Pandemie. Das Robert-Koch-Insitut hält jedoch an der Sieben-Tage-Inzidenz als Hauptrichtwert für die Pandemie fest. Die Krankenhausgesellschaft hält dies für "unbegreiflich" und stellt einen eigenen Vorschlag vor, wie die Pandemielage zu ermitteln ist. Die Inzidenz spielt in diesem Konzept eine untergeordnete Rolle.